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Panorama

Streit um Girlaner Bauzone

Aus ff 11 vom Donnerstag, den 12. März 2020

Schreckbichl
In Schreckbichl sorgen neue Bauvorhaben für Unmut: Gegen einen Gemeindebeschluss wurde Rekurs eingereicht. © Archiv
 

RAUMORDNUNG: (avg) Noch immer kein neues Raumordnungsgesetz, noch immer Probleme rund ums Bauen. So auch am malerischen Schreckbichl im Eppaner Ortsteil Girlan. Ende Jänner wurde vom Gemeindeausschuss Eppan eine Bauleitplanänderung genehmigt, die dort aus landwirtschaftlichem Grün eine Auffüllzone macht. In der Zone gibt es drei Häuser, zwischen zweien soll ein viertes entstehen, die anderen dürfen erweitern.

Dagegen wurden in Girlan Unterschriften gesammelt und prompt bei der Gemeinde Rekurs eingereicht, der ff vorliegt. Man befürchtet eine Zersiedelung, heißt es darin, außerdem sehe man keinen Bedarf. Es gebe in Girlan bereits genügend Wohnungen. Man vermutet hier ein Durchwinken von Projekten, die im neuen Raumordnungsgesetz nicht mehr genehmigt würden. Bemerkenswert ist auch, dass bereits vor zwei Jahren dasselbe Vorhaben an einem Rekurs scheiterte.

Christoph Kuno von der Umweltgruppe Eppan bezeichnet es als „Sauerei“, in einem sensiblen Gebiet derart zu bauen. Er verweist auf ein Hotel, das in der Nähe ebenfalls gebaut werden soll. Auch dagegen würde rekurriert.

Der zuständige Gemeindereferent Philipp Wald-thaler sieht hingegen keinen Grund zur Sorge: Es handle sich lediglich um moderate Erweiterungen, „Kondominium kommt hier sicher keines“. Von Zersiedelung könne keine Rede sein, es würde hier gerade aus einer urbanistischen Überlegung heraus Bestand verdichtet. Bedarf sieht er in ganz Eppan durchaus gegeben, es würden bereits jetzt viele angesichts steigender Preise wegziehen.

In Girlan wollen ihm nicht alle so recht glauben, sie rüsten sich zur Gegenwehr.

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