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Panorama
„Im Stich gelassen“
Aus ff 13 vom Donnerstag, den 26. März 2020
Obdachlose: (aw) Die genauen Zahlen kennt keiner, etwa 70 bis 80 Menschen leben auf Bozens Straßen. Manche sind schon länger obdachlos, andere erst seit Kurzem, da sie wegen der Coronakrise arbeits- und wohnungslos geworden sind. Caroline Hohenbühel vom Winterhaus schlägt Alarm.
ff: Sie berichten von dramatischen Szenen.
Caroline Hohenbühel: In den vergangenen Tagen kamen viele Obdachlose zu uns in die Carduccistraße, knieten sich vor das Haus hin und bettelten uns an, rein zu dürfen. Sie wollten duschen, auf die Toilette oder bei uns übernachten. Wir konnten sie nicht rein lassen, es ist alles belegt.
Müssen die Bewohner das Winterhaus tagsüber verlassen?
Nein. Aber das ist schwierig zu organisieren. Und wer draußen lebt, wird nervös. Die Obdachlosen fühlen sich im Stich gelassen.
Was muss passieren?
Es muss etwas geöffnet werden: Container zum Beispiel, da könnten kleinere Gruppen untergebracht werden. Die Gemeinde Bozen will jetzt erste Maßnahmen setzen, um die Situation zu verbessern. Gut so. Vor allem braucht es jetzt aber mehr Schlafplätze für Obdachlose.
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Ich muss zuhause bleiben. Ich weiß, es ist zum Schutz des Lebens, aber es ist trotzdem schwer. Achten wir auf uns. Und auf unsere Rechte.

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