In der Coronakrise zeigt sich einmal wieder, welchen Stellenwert Kinder und Familien in der Politik haben. Keinen besonders hohen.
Panorama
Nein zu Doppelpass
Aus ff 17 vom Donnerstag, den 23. April 2020

Wissenschaft – „Politika“:
(aa) Die Politikwissenschaft lässt sich von Corona nicht aufhalten. Während in den Laboren weltweit um eine medizinische Antwort auf Sars-Cov-2 gerungen wird, ringt „Politika 2020“, das Südtiroler Jahrbuch für Politik, um Antworten auf drängende demokratie- und gesellschaftspolitische Fragen. Zwei große Themen stehen im Fokus der neuen Ausgabe: die doppelte Staatsbürgerschaft sowie die EU-Parlamentswahlen in Südtirol, Tirol und im Trentino.
Darin findet sich unter anderem eine repräsentative Umfrage zur Doppelstaatsbürgerschaft, durchgeführt vom Institut für Sozialforschung Apollis vor einem Jahr. Politischer Spaltpilz oder Instrument zur Stärkung sozialer Integration?, fragen die Autoren darin. Das Ergebnis: Nur etwa ein Viertel der Befragten hält den Vorschlag der Doppelstaatsbürgerschaft für eine gute Idee. Zwei Drittel finden den Vorschlag problematisch oder sind der Meinung, dass er vollständig abgelehnt werden sollte. Eines der wichtigsten Ergebnisse der Studie: Es gibt kaum Unterschiede zwischen den deutsch- und italienischsprachigen Südtirolern in dieser Frage.
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