Panorama

Jenseits des Brenners: Schädliches Hupen

 

(ul) Indische Autofahrer hupen gerne. Wer in Indien war, kann das bestätigen. Es ist, als würden sich die Fahrer via Hupe verständigen. Das kann man sympathisch finden, für die Gesundheit ist es katastrophal. In der Hauptstadt Delhi beträgt der durchschnittliche Lärmpegel 75 Dezibel. Das ist viermal so hoch wie der von der Weltgesundheitsorganisation festgelegte Grenzwert. Das hat Folgen. 60 Millionen Inder leiden unter Hörverlust, es kommt zu Schlafstörungen und Herzproblemen.
Trotz dieser bedrohlichen Erkenntnisse wird in Indien bisher wenig gegen den Straßenlärm getan. Das hat seine Gründe. 75 Prozent des Lärms in Indiens Städten werden vom Verkehr erzeugt. Wer also die Lärmbelastung reduzieren will, der muss den Verkehr reduzieren. Das aber erfordert eine umfassende Verkehrsplanung. Wer schon einmal in Indien war, der kann sich vorstellen, wie schwer das ist. Auf Indiens Straßen kämpfen Autos, Lastwagen, Rikschas, Fahrräder, Motorräder und Fußgänger um Platz. Wer da eingreifen will, legt sich mit vielen unterschiedlichen
Menschen an. 

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