Panorama

Milch, Äpfel, Wein, Wolf und Bär

Gutes Heu ergibt gute Milch: In der vergangenen Woche erschien der neue Forst- und Agrarbericht des Landes. © Alexander Alber
 

Landwirtschaft – Forst- und Agrarbericht: (ha) Südtirols Land- und Forstwirtschaft blickt heuer im Jahresbericht auf große Meilensteine zurück. Das Versuchszentrum Laimburg mit derzeit 250 Beschäftigten und rund 400 Projekten pro Jahr feiert sein 50-jähriges Bestehen, während bei Waldarbeiterkursen in 30 Jahren über 10.000 Personen ausgebildet worden sind.
Wirtschaftlich gab es Veränderungen. Mit einer Weideprämie für Rinder und Pferde von 200 Euro soll die Almwirtschaft gestärkt werden. Rund 4.000 Milchbäuerinnen und -bauern lieferten trotz sinkender Anzahl mehr Milch als im Vorjahr. Der Auszahlungspreis stieg um etwa
4 Cent pro Kilo. Die Apfelernte stieg wieder über die Millionengrenze, und Weißwein macht inzwischen über 65 Prozent der Rebfläche aus. Drei Viertel des Beerenobstes sind Erdbeeren.
Im Bio- und Qualitätsbereich sank die Betriebszahl leicht, allerdings wuchs die Bio-Fläche durchs Mitzählen zertifizierter Almweiden stark. Das Gütesiegel „Qualität Südtirol“ gilt seit Juli 2025 erstmals auch für heimisches Geflügelfleisch.
Eines der herausforderndsten Themen blieb das Wildtiermanagement: Etwa 100 Wölfe, die in neun Rudeln leben, sollen Rissschäden in Höhe von 74.000 Euro verursacht haben, das Geld wurde erstattet. Der Schutzstatus des Wolfs wurde auf europäischer Ebene herabgestuft, und im Vinschgau gab es im August 2025 den ersten legalen Abschuss Italiens. Die Zahl der nachgewiesenen Bären stieg auf acht, darunter erstmals ein Weibchen.

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