Vom Nutzen des Konsenses
Überparteilicher Konsens wird dort vorgeschrieben, wo ein eindeutiges Ergebnis nicht erwünscht ist. Wo die Mehrheit ihre Wunschlösung gefunden hat, ist er uninteressant.
Aus ff 21 vom Donnerstag, den 25. Mai 2017

Meinhard Durnwalder sitzt im Café Laurin in Bozen und bestellt sich ein Kännchen Tee. Er ist erkältet. Am Tag nach der SVP-Landesversammlung, sagt er, habe er sich wohl beim Radfahren verkühlt. Später am Nachmittag wird er Roland Riz besuchen, alle zwei Wochen schaut er beim Ex-Senator vorbei. Der 41-jährige Pfalzner kennt den großen Alten der SVP, seit er in dessen Kanzlei ein Praktikum absolvierte. Zur Landesversammlung nach Meran hatte er den 90-Jährigen chauffiert.
Der Pusterer Rechtsanwalt ist gewissermaßen in der Edelweiß-Familie groß geworden –
Überparteilicher Konsens wird dort vorgeschrieben, wo ein eindeutiges Ergebnis nicht erwünscht ist. Wo die Mehrheit ihre Wunschlösung gefunden hat, ist er uninteressant.
Gesundheitspolitik sollte mehr sein als „Krankenversorgungspolitik“. Das jedenfalls möchte Franz Plörer in seinem Buch „Die Krankheiler“ aufzeigen. Aber der Teufel steckt im Detail – und in diesem Fall auch im allzu großen Ganzen.
Teresa Lapresa, 29, ist gebürtige Spanierin und Journalistin. Vor drei Jahren landete sie in Südtirol. Der kulturelle Schock hielt sich zwar in Grenzen, trotzdem muss sie sich über so manche Südtiroler Eigenart sehr wundern.
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