Politik

„Römische Hundstage“

Aus ff 36 vom Donnerstag, den 07. September 2017

Gustav Hofer
Gustav Hofer auf der Gemeinschafts-Dachterrasse, die zu seiner Wohnung in Rom dazugehört: Um die Pflanzen kümmert er sich, es wachsen Zitronen, Granatäpfel, verschiedene Kräuter. „Diese Stadt relativiert ständig dein eigenes Dasein“. © Alexander Alber
 

Gustav Hofer lebt seit über 15 Jahren in Rom. Er leidet an diesem Land und kommt trotzdem nicht von ihm los. Ein Sommergespräch mit dem Filmemacher über die politische Ignoranz, die drogenreiche Luft in der Stadt – und die Krise des italienischen Mannes.

Rom, in einer Altbauwohnung im dritten Stock, ­irgendwo in Monti, dem ältesten Stadtteil der Metropole. Früher war es das Arbeiter- und Rotlichtviertel, eine ziemlich verrufene Wohngegend, heute leben viele Kreative, Künstler und Intellektuelle hier. Das Kolosseum ist zum Greifen nah. Gustav Hofer, 41, stellt schon mal die Espressomaschine auf den Herd. Wir sind hier, um uns von ihm, dem Filmemacher und Journalisten, das Unerklärliche erklären zu lassen: die politische Situation in Italien. Er legt gleich los, redet über Matteo Renzi und ­Silvio Berlusconi. Draußen knallt die

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