Politik

Der gnädige Thomas

Aus ff 49 vom Donnerstag, den 07. Dezember 2017

Thomas Lanthaler
„Ich finde es wichtig, miteinander zu reden“, sagt Thomas Lanthaler. „Reden allein ist freilich zu wenig, aber immerhin ein Anfang. In meiner Zeit als ärztlicher Direktor habe ich diesen Austausch oft vermisst.“ © Alexander Alber
 

Ärztemangel, Reform, demotivierte Mitarbeiter – wird man da nicht wahnsinnig? „Das könnte man, wenn man nicht die Ruhe bewahrte“, sagt Thomas Lanthaler, geschäftsführender Sanitätsdirektor.

Gemächlich schlendert er den Gang entlang zu seinem Büro: Thomas Lanthaler, 55 Jahre alt, Anästhesist und Intensivmediziner und seit einem Jahr geschäftsführender ­Sanitätsdirektor. Etwas verspätet erscheint er zum Gespräch im zweiten Stock der Bozner Sparkassenstraße 4. Man muss schon viel Geduld haben, will man diesen Mann mit der markanten Brille treffen. Das kann schon zwei Monate dauern. Die Wartezeiten für einen Termin in der Sparkassenstraße, so wird gerne gesagt, seien nicht eben kürzer als in einem der Krankenhäuser im Land. „Man lernt, dringende von weniger

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