Miar sein net lei Miar
Integration von Einwanderern ist ein schwieriges Geschäft. Auch in Südtirol. Wie kann sie gelingen – jenseits billiger Parolen?
Aus ff 27 vom Donnerstag, den 05. Juli 2018

Wer Radames’ Welt betreten will, muss zuerst an ihm vorbei. Radames Gabrielli, 60 Jahre, groß und stämmig, dichter Schnauzer auf der Oberlippe, große Brille im Retrolook, steht vor seinem Häuschen inmitten der kleinen Siedlung. Es ist Nachmittag und warm, Autos rollen auf den Straßen rundherum vorbei, Radames ruft einige junge Männer herbei – „Kommt schon, jetzt könnt ihr über Salvini reden!“ Gleichzeitig fingert er an seinem Handy herum, zeigt Fotos von einem Roma-Lager in Rom, das Bürgermeisterin Virginia Raggi jüngst zerstören ließ. „Es reicht“, sagt er,
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