Lukrative Kasernen
Das Land möchte Militärareale mithilfe eines hauseigenen Immobilienfonds bebauen. Zum Wohle von öffentlicher Hand, Leuten – und Anlegern. Kann das gut gehen?
Aus ff 39 vom Donnerstag, den 26. September 2019

Vor Kurzem wollte ich offiziell Hamburger werden. Anfang August war ich in eine 52-Quadratmeter-Wohnung in die Nähe der Reeperbahn gezogen, zum ersten Mal in meinem Leben war ich Teil der „Szene“ – jung und hip und umgeben von mehr oder weniger sündigen Shops. Ich brauchte also dringend einen deutschen Bürokraten, der mich auf den Boden der Tatsachen holte.
Der Mann vom Meldeamt, ein dicker Hanseat mittleren Alters, grüßte mich freundlich, schnackte über dies und jenes, empfahl mir sogar ein U-Bahn-Sonderangebot für Neubürger der Stadt. Dann sah er meinen Ausweis.
Das Land möchte Militärareale mithilfe eines hauseigenen Immobilienfonds bebauen. Zum Wohle von öffentlicher Hand, Leuten – und Anlegern. Kann das gut gehen?
Zu abgehoben, zu unkontrollierbar, zu Athesia-feindlich, zu links: Wie eine mächtige Seilschaft in der SVP am Stuhl des Landeshauptmanns sägt.
Für den Politologen Ferdinand Karlhofer ist Verdrängung eine österreichische Eigenschaft. Trotz Ibiza wird es wieder eine Koalition aus ÖVP und FPÖ geben.
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