Politik

Digitales Ghetto

Aus ff 47 vom Donnerstag, den 21. November 2019

Gastarbeitern am Bahnhof München 1960
Ankunft von italienischen Gastarbeitern am Bahnhof München im Jahr 1960: Die Migranten von heute besetzen wie jene von damals Arbeitsplätze, die von Einheimischen gemieden werden. © Archivfoto
 

Die italienischen Gastarbeiter in Deutschland wurden früher als „Messerstecher“ und „Knoblauchfresser“ stigmatisiert. Den heutigen Einwanderern ergeht es kaum besser.

Edith Pichler, Dozentin am Institut für Wirtschaft und Sozialwissenschaften in Potsdam, wurde in Bozen geboren und ist in Cles aufgewachsen. Sie beschäftigt sich seit Jahren mit Einwanderung in Deutschland – insbesondere aus Italien, aber nicht nur. Sie hat erforscht, wie sich Migration in den letzten Jahren geändert hat.

ff: Wie hat sich die Aufnahme von Migranten verändert?

Edith Pichler: Die Migrationspolitik beziehungsweise die Aufnahmepolitik hat in Deutschland verschiedene Phasen und Praktiken erlebt: vom ...

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  • Edith Pichler

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