Politik

Zurück an den Herd

Aus ff 18 vom Donnerstag, den 30. April 2020

Die Frau versorgt Haushalt und Kinder, der Mann geht in die Arbeit: Muss das so sein?
Die Frau versorgt Haushalt und Kinder, der Mann geht in die Arbeit: Muss das so sein? © Illustration: Freepik, ff
 

In der Coronakrise wird ein Problem offensichtlich, das sich seit Jahren verschärft: die fehlende ­Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Während Politik und Arbeitgeber zuschauen, müssen vor allem Frauen ihren Job kündigen.

Die Zahlen sind dramatisch. Und sie werden von Jahr zu Jahr schlechter: In Südtirol mussten 2012 mehr als 600 Frauen und Männer ihren Job aufgeben, weil Arbeit und Nachwuchs nicht vereinbar waren. Etwa weil die Arbeitsbedingungen eine Kinderbetreuung unmöglich machten. Weil der Arbeitgeber nicht bereit war, Teilzeit zu genehmigen. Oder aber weil es zu Hause niemanden gab, der den Eltern unter die Arme greifen konnte.

Sieben Jahre später, 2019, sind es bereits mehr als 1.000 Frauen und Männer, die wegen ihrer Kinder kündigen müssen. Das sind drei Kündigungen pro Tag. ...

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  • Kündigungsgründe Italien im ­Ländervergleich Christa Ladurner,  Allianz für Familie Brigitte Foppa, Grünen-Abgeordnete Michela Morandini, Gleichstellungsrätin
  • Maria Elisabeth Rieder, Team-K-Abgeordnete Sigrid Mairhofer, Sozialwissenschaftlerin Silvia Vogliotti, Arbeitsförderungsinstitut Afi In Südtirol gibt es durchaus sinnvolle Maßnahmen, auch für Väter: Aber was bringt uns weiter?

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