Politik

Der Heimat nah

Pustrer Buabn
Im Unterschlupf: (Von links) Heinrich Oberleiter, Siegfried Steger, Sepp Forer. In der Mitte Martha Kirchler, die bis zu ihrer Verhaftung für die Verpflegung sorgte. © Archiv „Die Presse“, Wien
 

Nach sechzig Jahren leben vier Südtiroler Aktivisten noch immer im Exil. In Italien droht ihnen lebenslange Haft. Einer von den vieren könnte aber bald begnadigt werden: Heinrich Oberleiter.

Heinrich Oberleiter ist alt geworden, sein Alltag überschaubar. Ein bisschen Haushalt, ein bisschen Gartenarbeit, am Grab seiner Frau Elfriede im Nachbardorf eine Kerze anzünden. Der 80-Jährige wurde vor Kurzem an der Hüfte operiert, er ist etwas gebrechlich. Sein Erinnerungsvermögen lässt nach. Manchmal weiß er nicht mehr, welche Gespräche er am Tag zuvor geführt hat. Die Sechzigerjahre im Ahrntal sind ihm allerdings sehr präsent. Damals traf er eine Entscheidung, die sein gesamtes Leben bestimmen sollte. Er schloss sich den Südtiroler Freiheitskämpfern an. Heinrich Oberleiter

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