Politik

Wer nicht liefert, wird verjagt

Keir Starmer
Keir Starmer, der englische Premier, gibt sich hier vor Kindern kämpferisch: 2024 gewann er die Wahlen haushoch, zwei Jahre später ist er der unopopulärste Politiker des Landes – und kurz vor dem Abgang. © Kin Cheung/AFP
 

Kaum gewählt, sind Regierungspolitiker schon unpopulär. Ist das nur die Schuld der Politik? Nein, auch wer wählt, trägt Verantwortung.

Keir Starmer gewann im Juli 2024 die Parlamentswahlen in Großbritannien. 400 der insgesamt 650 Sitze im britischen Unterhaus gingen an seine Labourpartei. Es war ein Erdrutschsieg. Keine zwei Jahre später ist Starmer der unpopulärste Politiker des Landes. Seine Partei revoltiert gegen ihn. 100 der 400 Labour-Abgeordneten wollen seinen Rücktritt als Premierminister erzwingen. Starmer wehrt sich, aber es ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis er geht, so geschwächt ist er.

Im Februar 2025 gewinnt Friedrich Merz die Bundestagswahlen in Deutschland. Es ist zwar kein Erdrutschsieg,

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