Politik

Was bleibt von Paris?

Kurhaus Meran: in Reih und Glied vor der 80-Jahr-Feier des Pariser ­Vertrages. Vorne Staats­präsident Sergio Mattarella (rechts), der österreichische ­Bundespräsident Alexander van der Bellen und dessen Gattin Doris ­Schmid­auer. ­Hinten Regierungskommissarin Maddalena Travaglini (links), Landeshauptmann Arno Kompatscher und Merans Bürgermeisterin Katharina Zeller. © Ivo Corrà/LPA
 

Vor 80 Jahren wurde mit dem „Pariser Vertrag“ der Grundstein für Südtirols Autonomie gelegt. Doch was ist eine völkerrechtliche Garantie noch wert? Ein Gastbeitrag von Anna Wolf und Josef Prackwieser.

Das Gruber-De-Gasperi-Abkommen entstand 1946 zu einem Zeitpunkt, als die internationale Nachkriegsordnung gerade erst Gestalt annahm. Die Vereinten Nationen waren aus der Erfahrung zweier Weltkriege, des Holocaust und einer weitgehenden Entgrenzung staatlicher Gewalt hervorgegangen. Konflikte sollten künftig stärker durch Recht und Verhandlungen eingehegt werden.
In den folgenden Jahrzehnten entstanden mit den Vereinten Nationen, dem Europarat, der EU und später der OSZE immer dichtere multilaterale Strukturen. 80 Jahre später steht diese Ordnung unter erheblichem Druck. Der

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