Politik

Knoll und Kameraden

Sven Knoll, 46, sitzt seit 2008 für die Südtiroler Freiheit im ­Landtag. Sein neues Fraktionsbüro hat er nach seinem Geschmack ­ein­gerichtet: eine Mischung aus Museum und Kuriositäten­kabinett eines Nostalgikers, der gern ­Volkstribun wäre. „Geschichte“, sagt Knoll, „ist mir wichtig – zu ­wissen, woher man kommt.“ Und er hat es gerne schön. © Alexander Alber
 

Die Südtiroler Freiheit wurde vor 19 Jahren als Partei der ­Selbstbestimmung gegründet. Heute ist sie in weiten Teilen radikal – und hat damit Erfolg. Warum?

Sven Knoll liebt die Provokation. Mal verrät er in einem Instagram-Video, dass er nachts vom „Abschieben“ träume, mal bezeichnet er den Landeshauptmann im Plenum des Landtages als „Quatsch­könig“. Der Applaus seiner Anhänger ist ihm sicher.
Vor einigen Tagen nun, Anfang September, reichte er im Landtag eine schriftliche Anfrage ein mit dem Titel „Unterstützung unterschiedlicher Organisationen“. Darin sind etwa 124 Vereine und Organisationen aus dem Jugend-, Umwelt-, Kultur- und Medienbereich aufgelistet. Knoll und seine Mitstreiter wollen wissen, wie diese vom Land

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