Politik

Die richtige Botschaft zur richtigen Zeit

Vor dem Krankenhaus, in dem er vor einigen Tagen an der Lunge operiert worden ist, haben Menschen für die Genesung von Leo XIV. gebetet: „Der Papst gibt Orientierung in fundamentalen Fragen der Zeit.“ © AFP/Apa/Filippo Monteforte
 

Der Gedanke, dass Leo XIV. länger ausfällt, ist beunruhigend – nicht nur für Gläubige. von Ulrich Ladurner aus Rom

Den Männern der katholischen Kirche traut man vieles zu – auch Mord. Als Papst Albino Luciani (Johannes Paul I.) nach nur 33 Tagen im Amt am 28. September 1978 an einem Herzinfarkt verstarb, schossen sofort Gerüchte ins Kraut. Er sei ermordet worden, weil er Korruption und illegale Geschäfte innerhalb der Vatikanbank aufdecken wollte.
Diese Verschwörungstheorie hält sich bis heute, obwohl es keinerlei Beweise dafür gibt. Allerdings war es der Vatikan selbst, der abenteuerlichen Erklärungen Nahrung gab. Er machte nämlich widersprüchliche Angaben über den Tod von Albino

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