Politik

„Für den Protest gibt es gute Gründe“

Barbara Gross, 38, arbeitet als Professorin für Allgemeine und Interkulturelle Pädagogik an der Freien Universität Bozen und forscht unter anderem zu gleichen Bildungschancen. © Unibz
 

Bildungsforscherin Barbara Gross über wütende Jugendliche, das schlechte Vorbild von Erwachsenen – und mögliche Lösungen.

ff: Sie warnen vor einer vorschnellen Verurteilung der Proteste. Warum?
Barbara Gross: Wir als Erwachsene sollten den Blick darauf richten, warum Kinder und Jugendliche auf die Straße gehen. Einige sagen: Die machen das nur des Protestierens wegen. Das trifft nicht zu, es stecken schon auch gute Gründe dahinter.
Welche Gründe sind das?
Da geht es zum einen um hohe Lebenshaltungskosten, ums teure Wohnen oder um schlechte Bildungs­bedingungen und die mangelnde Zeitgemäßheit im Bereich der sexuellen Bildung. Eine

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