Wirtschaft

Hassliebe Schottergruben

Aus ff 29 vom Donnerstag, den 18. Juli 2019

66 Schottergruben in Südtirol
66 Schottergruben gibt es derzeit in Südtirol. Die größten befinden sich in Neumarkt (3 Millionen Kubikmeter Fördermenge insgesamt), Völs (2 Mio.) und Niederdorf (1,2 Mio.). Die Situation ist je nach Bezirk höchst ­unterschiedlich: Am meisten gefördert wurde 2018 im Pustertal (332.067 Kubikmeter), wenig im Burggrafenamt (96.834), am ­wenigsten im Raum Bozen (null). Der Landes­schotterplan ist 2015 abgelaufen, derzeit bastelt eine Arbeitsgruppe nach neuen Richtlinien. Die Gretchenfrage: einige wenige große Gruben – oder viele kleine? Schotter braucht es für die Beton- und Asphaltproduktion. Gruben sind aber auch als Deponien für Aushubmaterial gefragt. © Alexander Alber
 

Der Streit um eine neue Abbauzone in Gais zeigt, wie schwer sich die Politik tut, Wirtschaft und Umwelt auf einen Nenner zu bringen.

Der Standort: ideal. Die geplante Grube befindet sich nur 300 Meter vom Schotterwerk entfernt. Die nächsten Wohnhäuser sind weit genug entfernt und von einem Wäldchen abgeschirmt. Die Qualität: ideal. Laut Bohrungen liegt unterhalb der Wiese, die derzeit als Weide genutzt wird, „bestes Material“. Das Genehmigungsverfahren: Die meisten Hürden hat die BWR GmbH (das Kürzel steht für Beton Werk Recycling) bereits übersprungen. Nach der positiv ausgegangenen Umweltverträglichkeitsstudie („keine nachhaltigen Beeinträchtigungen“) wartet man jetzt auf den Ausgang der strategischen ...

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