Wirtschaft

Scherereien

Aus ff 19 vom Donnerstag, den 07. Mai 2020

Sabine Bonell
Sabine Bonell ist ready für ihre Kunden: Sie hat sie vermisst. Und umgekehrt. © Alexander Alber
 

Bei den Germanen waren lange Haare Zeichen des freien Mannes, heute sind sie das Zeichen von zwei Monaten Lockdown. Meine Friseurin fordert: „Runter mit der Zottelfrisur!“

Sabine ist ehrlich und direkt. Sie schaut auf meinen Kopf und sagt: „Es ist schlimm!“ Ihr Urteil steht, keine diplomatische Millisekunde hat sie gezögert. Sabine Bonell Werth, 32, ist meine Friseurin, und ich nicht ihr bester Kunde.

Nur alle paar Monate besuche ich sie in ihrem Salon Marlú by Sabine in der Bozner Museumsstraße, sie empfängt mich dann immer mit freundlichem Lächeln, aber auch mit vorwurfsvollem Hinweis: Höchste Zeit!

Kurz vor dem Lockdown wollte ich einen Termin mit ihr vereinbaren, meine Haare sahen aus, als würde ein junger Vogel zum ersten ...

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