„Für mich ist es ein Spiel“
Seit zwanzig Jahren wühlt sich Christoph Franceschini durch europäische Geheimdienstarchive. Jetzt hat der Journalist ein Buch über Agenten und Spione in Südtirol veröffentlicht. Er sagt: „Bozen war ein Spionage-Hotspot.“
Aus ff 50 vom Donnerstag, den 10. Dezember 2020

Reinhold Pircher ist wütend. Er steht auf einem Meraner Parkplatz, neben ihm sein Arbeitsgerät, ein weißer Fiat Ducato, sommerbereift. Es ist einer der letzten Abende vor dem großen Wintereinbruch im Land. Wütend macht den Mann allerdings nicht nur der Zustand des Autos, sondern dass er, wie über 150 weitere Beschäftigte, seit bald einem halben Jahr keinen Lohn mehr bekommen hat.
Reinhold Picher arbeitet für die Firma Tundo. Jenes apulische Transportunternehmen, das seit fünf Jahren die ausgeschriebenen Fahrdienste für Menschen mit Beeinträchtigungen durchführt. Anfangs
Seit zwanzig Jahren wühlt sich Christoph Franceschini durch europäische Geheimdienstarchive. Jetzt hat der Journalist ein Buch über Agenten und Spione in Südtirol veröffentlicht. Er sagt: „Bozen war ein Spionage-Hotspot.“
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