Wirtschaft
Die schiefe Bahn
Aus ff 50 vom Donnerstag, den 10. Dezember 2020

Der Fahrdienstleister Tundo lässt Mitarbeiter und Klienten im buchstäblichen Regen stehen. Klar, die Süditaliener, heißt es. Das ist aber nur die halbe Wahrheit.
Reinhold Pircher ist wütend. Er steht auf einem Meraner Parkplatz, neben ihm sein Arbeitsgerät, ein weißer Fiat Ducato, sommerbereift. Es ist einer der letzten Abende vor dem großen Wintereinbruch im Land. Wütend macht den Mann allerdings nicht nur der Zustand des Autos, sondern dass er, wie über 150 weitere Beschäftigte, seit bald einem halben Jahr keinen Lohn mehr bekommen hat.
Reinhold Picher arbeitet für die Firma Tundo. Jenes apulische Transportunternehmen, das seit fünf Jahren die ausgeschriebenen Fahrdienste für Menschen mit Beeinträchtigungen durchführt. Anfangs
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