Wirtschaft

Vor dem Nichts

Aus ff 03 vom Donnerstag, den 21. Januar 2021

Koch
Die Pandemie zeigt Schwächen im Gastgewerbe schonungslos auf. Während viele Betriebe bis zuletzt auf eine Wintersaison hofften, läuft den Saisonarbeitern die Arbeitslosenunterstützung aus. Zeit, dieses System zu reformieren, sagen Gewerkschaften. © Alexander Alber
 

Ohne die 10.000 Saisonarbeiter würde im Tourismus nichts gehen. Trotzdem werden sie in der Krise im Stich gelassen.

Florian*, Mitte 50, ist von Beruf Koch. Seit 40 Jahren arbeitet er in befristeten Arbeitsverhältnissen. Das bedeutet: Arbeit bis November, Arbeitslosengeld bis März, dann wieder Anstellung. Das ist der Rhythmus der Saisonarbeiter. Das ist das System, auf dem das Gastgewerbe und der Tourismus gründen. Eine bezahlte Saison, zwischen sieben und neun Monate lang, wird mithilfe des Staates zu einem ganzjährigen Einkommen. Wer acht Monate lang angestellt ist, hat vier Monate Anrecht auf Arbeitslosengeld, und damit auch auf Versicherung.

Florian ist damit bisher ganz gut

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