Spezial

„Ich bin wirklich verrückt“

Die Köchin Tina ­Marcelli liebt Ordnung und ­Perfektion. Was sie gar nicht mag: einen respektlosen und verschwende­rischen Umgang mit Lebensmitteln. © Hannes Niederkofler
 

Tina Marcelli ist eine der besten Köchinnen in Südtirol. Was ein Ferrari mit ihrem Kochstil zu tun hat und wie sie als Chefin ­niemals sein möchte.

Während sich andere Kinder als Cowboy oder Prinzessin verkleideten, zog Martina „Tina“ Marcelli Schürze an und Kochmütze auf. „Ich habe eigentlich nie etwas anderes als kochen gewollt“, erzählt die heute 40-Jährige an einem Freitagvormittag in ihrer Kochschule Genussmomente im Ahrntal. Unter ihrer schwarzen Kleidung schauen tätowierte Unterarme hervor, an der Unterlippe glitzert ein silberner Ring. Die dunklen Haare trägt sie kurz. Marcelli wirkt so, als hätte sie eine harte Schale. Doch sobald sie über ihre Familie spricht, ändert sich das.
Ihre Oma und ihr Vater

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