Die spanische Regierung geht mit allen Mitteln gegen die Separatisten in Katalonien vor. Wie das Kartell der Mächtigen in Spanien und Europa jeden Dialog verhindert.
Editorial
Liebe Leserin, lieber Leser,
Aus ff 43 vom Donnerstag, den 26. Oktober 2017

wir kennen es ja von uns selber. Wir schwören, öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen, und nehmen doch das Auto. Weil es halt vor der Haustür steht. Nun ja, wir wissen, dass das Auto eine Dreckschleuder ist, Dieselfahrzeuge haben einen schlechten Ruf. Man könnte also, um selber weniger Dreck zu machen, zum Beispiel ein Elektroauto benutzen. Karl Hinterwaldner hat für die Titelgeschichte in diesem Heft (ab Seite 22) recherchiert, ob Elektroautos die Zukunft des Fahrens oder ein Bluff sind. Ist es sinnvoll, ein Elektromobil zu benutzen, wenn bei der Produktion eines solchen Autos eine Menge Schadstoffe anfallen? Hinterwaldner probierte dafür sogar einen Tesla. Und war ziemlich angetan von der Schubkraft, die ein Elektromotor entwickelt.
Ähnlich akut wie die Debatte über den Verkehr ist die Debatte über die Ausbringung von Pestiziden in der Landwirtschaft. Die Südtiroler Bauern sehen sich von Kritikern umzingelt. Jetzt sorgt eine Studie des Dachverbandes für Natur- und Umweltschutz für neuen Zündstoff. Er hat nach Pestizidrückständen gesucht und sie auf 29 von 71 untersuchten Spielplätzen im Land gefunden. Warum die Umweltschützer das für untragbar halten und wie Agrarlandesrat Arnold Schuler die Emotionen zu dämpfen versucht, hat Georg Mair recherchiert (ab Seite 14, mit der Liste der verunreinigten Spielplätze).
Italien hat den faschistischen Krieg in Abessinien immer wieder verdrängt. Doch langsam stellt sich das Land seiner Vergangenheit, zuletzt mit dem Roman „Sangue giusto“ von Francesca Melandri. Der Meraner Publizist Helmut Luther hat auf seinen Reisen festgestellt, wie tief sich der brutale Kolonialkrieg in das Gedächtnis der Menschen eingegraben hat. Seine Reportage (ab Seite 34) holt die Vergangenheit in die Gegenwart herein.
Eine akuten Fehler wollen wir hier auch berichtigen. In der letzten Ausgabe schrieben wir, Uwe Staffler, Kandidat für den Posten des Südtiroler PD-Sekretärs, sei Mitarbeiter von Michl Ebner im Europaparlament geewesen. Das ist falsch. Er hat im Europaparlament und für Michl Laimer gearbeitet. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.
Wir wünschen Ihnen eine anregende ff-Lektüre!
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