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Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser,

Aus ff 07 vom Donnerstag, den 15. Februar 2018

worauf verzichten Sie die nächsten 40 Tage? Alkohol, Süßigkeiten, Zigaretten? Oder ist es etwas origineller und härter, und Sie schauen nur noch zweimal täglich aufs Smartphone oder ins Internet? Fasten ist irgendwie immer beliebt, weil die Menschen von einem Pseudo-Gesundheitskult getrieben sind, oder weil sie sich dann irgendwie freier fühlen in unserer Überflussgesellschaft. Bei bestimmten Personen würde man sich hingegen wünschen, sie würden an gewissen Worten und Taten fasten. Zum Beispiel gewisse Leute von rechten und rechtsextremen Parteien. Vor allem angesichts der Flüchtlingsproblematik erfahren diese landesweit wieder Zuspruch. Norbert Dall’Ò hat für die aktuelle Titelgeschichte die Beweg- und Hintergründe dazu recherchiert. Sozialen Zündstoff, so schreibt er, habe es immer gegeben. „Aber es war vor allem die Flüchtlingskrise, die die politischen Koordinaten durcheinanderwirbelte und die etablierten Parteien unvorbereitet traf.“ Neugierig geworden? Dann ab auf Seite 14.

Wenn Fastenzeit und Wahlkampf zeitlich zusammenfallen, dann bedeutet das oft auch Verzicht auf Wahrheit oder Ernsthaftigkeit. Einer, der bislang genau gegen diese Mechanismen der Politik angekämpft hat, ist Norbert Lantschner. Der 61-jährige Fachmann für Luft, Lärm, Klima und Klimahaus hat mit seinen Ideen provoziert und angeeckt, er hat ausgeteilt und eingesteckt. Entmutigen lässt er sich nicht. Er hat schließlich eine Mission. Jetzt stellt er sich den Parlamentswahlen, als Kandidat für die Abgeordnetenkammer auf der Liste von Liberi e Uguali. Wie er das Land verändern möchte? Karl Hinterwaldner hat ihn gefragt, die Geschichte dazu finden Sie ab Seite 24.

Viele nutzen die Zeit zwischen Aschermittwoch und Ostern ja auch zum Heilfasten und zum Entschlacken. Tee trinken ist da dann angesagt. Einen Kamillentee mit einem Schluck Milch hat auch Jörg Zemmler beim Treffen mit Dunja Smaoui getrunken. Allerdings nicht des Fastens wegen, sondern weil es einfach richtig gut schmeckt. Zemmler ist Künstler, ein erfolgloser, wie er selbst sagt. Smaoui findet, „ein bisschen schräg, ein bisschen sensibel, und irgendwie doch auch ein bisschen erfolgreich“. Das spannende Kulturporträt über den 42-Jährigen gibt’s ab Seite 44.

Übrigens: Für alles Fasten gilt: Nicht das Scheitern ist die Sünde. Sondern es nicht probiert zu haben. 

Wir wünschen Ihnen eine anregende ff-Lektüre!

weitere Bilder

  • Norbert Lantschner und Karl Hinterwaldner

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