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Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser,

Aus ff 42 vom Donnerstag, den 18. Oktober 2018

Georg Mair im Museion
Bruch mit Tradition: Georg Mair im Museion in Bozen – die neue Ausstellung zeigt italienische Kunst aus 30 Jahren. „Eine stimmige Ausstellung“, so Mair, „die zeigt, wie sich erstarrte Situationen aufbrechen lassen.“ © Alexander Alber
 

… nur wenige Regionen dieser Erde werden von so ­klischeehaften Vorstellungen geprägt wie ­Südtirol. Ein gemütliches, heimatverbundenes Völklein inmitten von Apfelbäumen und Bergen, die ihnen mitunter gerne mal die Sicht versperren. Ein Land, das sich selbst für den Nabel der Welt hält und in dem die Uhren etwas anders gehen. Sollen Ausländer Südtirol charakterisieren, fallen oft Begriffe wie: Drei Zinnen, Reinhold Messner, Wein, ­Berge. Irgendwann vielleicht noch Sonnenschein und Christkindlmarkt. Wie authentisch dieses Image ist, darüber kann man trefflich streiten.

Unsere Hospitantin Franziska Peschel, eine gebürtige Deutsche und Absolventin der Reutlinger Zeitenspiegel-Reportageschule, musste schon als Kind zum Urlauben nach Südtirol. Jetzt hat sie nach dem Urlaubsland ihrer Kindheit gesucht – und mit einigen Klischees aufgeräumt. Sie hat ein überrolltes, überranntes und vergiftetes Land gefunden. Eine spannende Geschichte, ab Seite 58.

Hohe, prachtvolle Berge: Eine Wirklichkeit, die dem Klischee entspricht, und umgekehrt.
Daraus eine Marke gemacht haben unter anderem die Macher des Bergfestivals IMS. Ein Event, bei dem sich alles ums Klettern und Bergsteigen dreht, das war die Idee. Heute, nach zehn Jahren, ist Schluss damit. Es gehe einfach nicht mehr, sagen die Gründer Markus Gaiser und Alex Ploner. Dunja ­Smaoui hat hinter die Kulissen des Events und seiner Geschichte geblickt und nach den Gründen für das Ende gesucht (ab Seite 54).

Mit noch mehr Klischees überladen wird wohl nur Bayern. Zum Beispiel, dass alle Bayern Lederhosen und Dirndl tragen, Weißwürste lieben und CSU wählen. Von wegen. Zumindest Letzteres ist mit der Wahl am vergangenen Sonntag revidiert worden: Die CSU ist eine normale Partei geworden. Nur noch 37,2 Prozent der bayerischen Wähler haben die traditionelle Volkspartei gewählt. Was da genau passiert ist und welche Lehren auch Südtirol daraus ziehen kann, hat Anton Rainer für uns aufgeschrieben (Seite 48). Der ehemalige ff-Redakteur absolviert zurzeit im Rahmen seiner Ausbildung an der Deutschen Journalistenschule ein Praktikum bei der Süddeutschen Zeitung.

Und zu guter Letzt noch zu unserer aktuellen Titelgeschichte. Diese ist aus aktuellem Anlass der Landtagswahl an diesem Sonntag gewidmet. Sollten Sie bislang wenig vom Wahlkampf mitbekommen oder sich nicht so wirklich dafür interessiert haben: In unserem Wahl-Lexikon haben wir Kurioses, Wissenswertes, Unbekanntes, Unterhaltsames, Humorvolles, Verwegenes für Sie als kleine Wahlhilfe zusammengetragen. Damit das Kreuz auf dem Stimmzettel nicht allzu sehr zum Kreuz wird (ab Seite 16).

Wir wünschen Ihnen eine anregende ff-Lektüre!

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