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Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser,

Aus ff 44 vom Mittwoch, den 31. Oktober 2018

Dunja Smaoui
Bei den Bestattern: Dunja Smaoui hat ­recherchiert, wie sich Frau und Mann ­Südtiroler heute ­bestatten lassen. Der Trend geht hin zur ­Einäscherung – auch wenn die Kirche nicht überzeugt ist. © Alexander Alber
 

die Gesellschaft als solche gibt es nicht mehr. Weil sie sich ständig ändert – ihre Lebensformen, ihre Arbeitsgewohnheiten, ihre Freizeitbeschäftigungen. Wahrscheinlich gibt es auch deshalb nicht mehr die Bestattung, wie man sie kennt. Früher wurden die Uhren angehalten, wenn einer starb. Heute finden Tod und Bestattung meist anonymisiert statt – man will ja niemanden stören in seinem Alltag, bei der Arbeit oder gar im Urlaub.
Wer in den nächsten Tagen, an Allerheiligen und Allerseelen, auf den Friedhof geht, wird einmal wieder beobachten können, dass an den Gräbern viel weniger Menschen stehen als früher. Der Ort der Toten ist eben auch ein Spiegel der Gesellschaft. Vielen Menschen des 21. Jahrhunderts sagen Religion und Glaube nichts mehr. Sie suchen nicht nur nach neuen Antworten auf die Fragen des Lebens und des Todes – sondern in der Folge auch nach neuen Formen und Ritualen der Bestattung. Dunja Smaoui hat sich für die aktuelle Ausgabe mit dem Thema beschäftigt und festgestellt, dass auch in Südtirol die Einäscherung immer mehr an Bedeutung gewinnt. Allein in Bozen entscheiden sich mittlerweile etwa 80 Prozent der Menschen für die Verbrennung nach ihrem Tod. In Landgemeinden wie etwa Kastelruth circa 50 Prozent. Eine spannende Geschichte – wenn Sie mehr wissen wollen über die Bestattungstrends, dann blättern Sie vor auf Seite 34.

Neue Formen der Zusammenarbeit und Gedankenmuster sind auch in der Politik gefragt. Das haben die jüngsten Landtagswahlen gezeigt, und das werden die Sondierungs- und Koalitionsgespräche in den nächsten Tagen und Wochen zeigen. In unserer aktuellen Titelgeschichte geht es deshalb um die Frage: Wer ist diese Lega, die sich anschickt, der nächste Koalitionspartner der SVP zu werden? Wie halten Grüne und PD, die eine konkrete Option darstellen, dagegen? Und was denkt die SVP? Ab Seite 18 geht’s los.

Auch Monika Hauser hat neue Wege beschritten. Die Südtiroler Gynäkologin hat vor 25 Jahren die Frauenrechts- und Hilfsorganisation Medica mondiale gegründet; sie arbeitet mit Frauen, die Opfer von Gewalt wurden. Georg Mair hat Hauser im Frauenmuseum in Meran getroffen. Im Interview erzählt sie unter anderem von ihren Eltern, die in die Schweiz auswanderten. Und von ihrer Großmutter, die ihr ein Geheimnis anvertraute. Neugierig geworden? Dann ab auf Seite 48! 

Wir wünschen Ihnen eine anregende ff-Lektüre!

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  • Markus Larcher und Walter Nogler

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