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Editorial

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Aus ff 47 vom Donnerstag, den 22. November 2018

Presse im Landtag
Großer Auftrieb: Die ­volle Pressetribüne bei der ersten Sitzung des Landtags, doch weil die Demokratie langsam geht, wird den Journalisten schnell langweilig. © Alexander Alber
 

die erste Sitzung im Landtag ist für die Abgeordneten wie der erste Schultag. Frauen und Männer putzen sich heraus, der Generalsekretär empfängt die Abgeordneten vor der Tür, eine Bedienstete verteilt Anstecker, im Foyer wimmelt es von den Wasserträgern der Parteien, die hektisch von einer Person zur anderen fliegen, die Journalisten versammeln sich auf der Pressetribüne, und manche Kollegen dringen gar in den Sitzungssaal vor, um dem Fotografen Anweisungen zu geben. Gegenüber, auf der Zuschauertribüne, sitzen Fans und Verwandte.
Die Abgeordnete Maria Rieder aus dem Ahrntal, die für das Team Köllensperger in den Landtag einzig und zum „provisorischen“ Mitglied des Präsidiums gewählt wurde, hatte etwa ihre Brüder Hans und Hubert mitgebracht. Hans Rieder scheiterte 2008 mit einer Bürgerliste bei den Landtagswahlen, Hubert Rieder war lange Bürgermeister im Ahrntal, einer der ersten, der die Macht der SVP brechen konnte.
Georg Mair hat die erste Sitzung des Landtags verfolgt. Dort gab es schon die erste ­Koalitionsprobe zwischen der SVP und der Lega, als man sich auf die vorläufige Besetzung der Spitze des Landtags einigte. Lesen Sie ab Seite 14, wie sich die Parteien bei der Verteilung der Macht anstellen.

Ein Machtthema ist auch der Bozner Flughafen. Die Landesregierung hat mit ihrem Beschluss, die Flughafengesellschaft zu verkaufen, das ­Thema neu entfacht. Die Flughafengegner fühlen sich hintergangen, Landeshauptmann Kompatscher falsch verstanden – um es milde zu formulieren. Karl Hinterwaldner hat für die Titelgeschichte in diesem Heft über den Flughafen natürlich auch ihn befragt. Es ist ein bemerkenswert offenes Interview geworden: über mediale Macht und ­mediale Kränkungen (ab Seite 20).

Ein Typ, der auf der entgegengesetzten Seite der Macht sitzt, ist der Schriftsteller und Komponist Daniel Oberegger. Er lässt sich in kein Schema pressen. Er sagt: „Monokultur gibt es nicht nur in der Wirtschaft, sondern auch in der Psyche“. Dunja Smaoui hat diesen Menschen porträtiert, der nicht nach Macht strebt (ab Seite 46). n

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