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Editorial

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Aus ff 02 vom Donnerstag, den 09. Januar 2020

Luttach Trauer
Im Ahrntal: Der Schauplatz des Unfalls, bei dem sieben Menschen starben. Norbert Dall’Ò war vor Ort. Was er herausgefunden hat. © Pierre Teyssot
 

Dieses Jahr wird, politisch gesehen, ein spannendes Jahr. In 113 Gemeinden finden am 3. Mai Gemeindewahlen statt. Noch wissen wir nicht, welche Meteoriteneinschläge das Land dann erschüttern werden. Eigenartig wäre es, wenn sie vollkommen ausblieben. Die Parteien rüsten sich schon jetzt, Neujahrstreffen, Klausurtagungen, strategische Planungen, Pressekonferenzen. Macht­erosion – davor hat die SVP ja am meisten Sorge, und alle anderen Parteien hoffen darauf, dass der Edelweiß-Erosionsprozess weiter fortschreitet.

Paul Köllensperger, Fraktionsvorsitzender vom Team K, erklärt im Interview mit Alexandra Aschbacher unter anderem, wie sich seine Partei für die Gemeindewahlen aufstellen will (ab Seite 12). Bei einer Pressekonferenz am 3. Tag des neuen Jahres verkündet SVP-Parteiobmann Philipp Achammer, dass man wieder auf mindestens 100 Bürgermeister kommen wolle, so, wie sie die SVP zurzeit stellt. Wunsch Nummer zwei: dass die SVP insgesamt weiblicher, jünger und sozialer werde (siehe Panorama-Meldung Seite 8).

Auch in Österreich stehen 2020 einige Gemeinde- und Landtagswahlen an. Die große Schlacht um Köpfe und Programme aber gab es 2019, jetzt, zu Jahresbeginn steht die Bundesregierung. Erstmals in der Geschichte des Landes sind die Grünen daran beteiligt – als Juniorpartner für ÖVP-Chef Sebastian Kurz. Was man davon halten soll dieses Novum für Südtirol bedeutet, analysiert Politikwissenschaftler Günther Pallaver ab Seite 16.

Wie Sie am besten durch dieses politische Jahr kommen? Nun, Ruhe bewahren, tief durchatmen, und je lauter die anderen werden, desto stiller werden. Dann gut zuhören, sich von Schwätzern nicht verrückt machen lassen. Und, wichtig, niemals den Humor verlieren. Oder: Unser Kontrastprogramm lesen. In dieser Ausgabe zum Beispiel die Kulturgeschichte über den Bildhauer Franz Kehrer. Georg Mair und unser Fotograf Alexander Alber haben den 71-Jährigen in Enneberg besucht, wo er auf dem elterlichen Hof mit seiner Frau, der Lyrikerin Elfriede Kehrer, lebt (ab Seite 34).

Eine Klarstellung begehrt Engelbert Grünberger. ff (1/2020) hat in einer Panoramameldung geschrieben, dass der Altbürgermeister wieder zurück ist im politischen Geschäft – und zwar aufseiten der „Bürgerliste Lajen“. Er stellt klar, dass er die Liste zwar unterstützt, aber im Mai nicht selber als Kandidat antreten wird. 

Wir wünschen Ihnen eine anregende ff-Lektüre

weitere Bilder

  • Franz Kehrer

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