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Editorial

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Aus ff 09 vom Donnerstag, den 27. Februar 2020

Pressekonferenz
Es gibt einen ersten Fall von Coronavirus-Infektion in Südtirol: Am Montag gab es gleich zwei Presse­konferenzen in der Agentur für Bevölkerungsschutz. Bei jener am Nachmittag war Karl Hinterwaldner dabei. © Alexander Alber
 

wenn, dann kommen die schlechten Nachrichten Schlag auf Schlag. Übers Wochenende haben Italien, Südkorea und Iran die bislang stärksten Ausbrüche des Coronavirus außerhalb Chinas gemeldet. In Italien stieg die Zahl der Infektionen sprunghaft an, es gibt erste Todesopfer, mehr als zehn Gemeinden sind abgeriegelt. Und seit Montag hat auch Südtirol seinen ersten bestätigten Fall von Coronavirus. Die Entwicklung zeigt, dass eine Pandemie wohl nicht mehr aufzuhalten ist.

Der Mensch des 21. Jahrhunderts ist es gewohnt, dass ihm auf Fragen in Echtzeit Antworten gegeben werden. Große, lebensbedrohliche Katastrophen kennt er nicht wirklich. Dieses kleine Virus aber wirbelt alles durcheinander, es birgt Geheimnisse in sich, das es nicht preisgeben will. Und der Mensch hat Angst vor allem Neuen und Unbekannten, das ihn bedroht. Dagegen baut er Barrieren auf, zum Teil unsinnige.

In Südtirol bleiben Kleinkindbetreuungseinrichtungen, die Uni, das Konservatorium und die Claudiana vorerst für eine Woche geschlossen. „Es besteht kein Grund zu Alarmismus und Panikmache“, sagte der Landeshauptmann auf einer Pressekonferenz. Man gehe mit der „nötigen Ernsthaftigkeit und Professionalität an die Sache heran“. Die politisch Verantwortlichen wandeln auf einem schmalen Grat. Einerseits dürfen sie nicht Panik verbreiten. Andererseits dürfen sie aber auch nicht abwiegeln. Passiert nämlich doch etwas, ist Hysterie garantiert. Lieber zu viel als zu wenig: Das klingt vernünftig. Und als Gesellschaft kann man alarmiert sein und trotzdem halbwegs entspannt bleiben.

Das Thema ist wichtig. Als ff wollen wir nicht spekulieren, sondern versuchen, die Geschehnisse einzuordnen und Hintergründe zu liefern. Karl Hinterwaldner bringt die aktuellen Geschehnisse in einer kompakten Geschichte ab Seite 14.

Als Kontrapunkt setzen wir in dieser Ausgabe auch auf gute Nachrichten: zum Beispiel über Dorothea Wierer, die Biathlon-„Göttin“ der WM in Antholz. Norbert Dall’Ò beschreibt in der Titelgeschichte das Phänomen und die Marke Wierer (ab Seite 26). Über eine Marke der völlig anderen Art erzählt Andrej Werth: Er porträtiert Andreas Roner von der Brennerei Roner aus Tramin. Der 80-Jährige hat Williams wohl zu dem gemacht, was er heute ist: der meistverkaufte Birnenbrand der Welt (ab Seite 48).

Wir wünschen Ihnen eine anregende ff-Lektüre

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