Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser,

Aus ff 40 vom Donnerstag, den 07. Oktober 2021

Werth und Salzburger
ff-Redakteur Andrej Werth bei Bergretter Siegfried Salzburger: Das Porträt über den 75-Jährigen, der seit fast 60 Jahren Menschen in Bergnot hilft. © Ludwig Thalheimer
 

in Meran, Glurns und Nals wird am Wochenende ein neuer Gemeinderat gewählt. Nach monatelanger kommissarischer Verwaltung suchen diese Gemeinden auch einen neuen Bürgermeister. Nur im Falle von Meran könnte es eine Bürgermeisterin werden. Hier zeichnet sich ein spannender Dreikampf zwischen Ex-Bürgermeister Paul Rösch, SVP-Herausforderin Katharina Zeller und Mitte-rechts-Mann Dario Dal Medico ab. Politische Beobachterinnen sehen den italienischen Anwalt im Vorteil. Ihre Rechnung: Rösch und Zeller nehmen einander Stimmen weg, Dal Medico kann sich zurücklehnen und abwarten, wer es in die wahrscheinliche Stichwahl schafft. Alexander van Gerven und Norbert Dall’Ò haben recherchiert – und die Titelgeschichte für dieses Heft verfasst, zu lesen ab Seite 14.

Die Landesregierung hat den Klimaplan überarbeitet und Mitte September vorgestellt. Der „Klima Klub Südtirol“, eine Gruppe erfahrener Fachleute aus dem Energie- und Umweltbereich, hat den Entwurf analysiert und ist zu einem ernüchternden Ergebnis gekommen. Dieses Magazin (ff 39/2021) hat die Analyse vergangenen Donnerstag veröffentlicht – rechtzeitig zu den am Wochenende über die Bühne gegangenen Toblacher Gesprächen. Dort war die Analyse Gesprächsthema bei der Podiumsdiskussion. Klimaforscher Georg Kaser zitierte daraus – und fand noch drastischere Worte: Der Klimaplan-Entwurf sei das Papier nicht wert, auf dem er geschrieben steht.

Ganz sicher sein Papier wert ist das Südtirol Panorama, das Sie mit diesem Heft erhalten. Das Magazin aus dem Hause ff präsentiert zum 13. Mal die 300 umsatzstärksten Unternehmen des Landes. Erkenntnis Nummer 1: Das erste Coronajahr war auch für die Top-Betriebe ein harter Schlag. Rund zwei Drittel von ihnen mussten Einbußen hinnehmen. Die Umsätze sind um mehr als 5 Prozent auf rund 20 Milliarden Euro gesunken. Auch bei den Gewinnen gab es einen enormen Einbruch – von insgesamt 625 Millionen Euro im Jahr 2019 auf 448 Millionen Euro im Jahr 2020.

Erkenntnis Nummer 2: Die Unternehmen an der Spitze der Liste bleiben unverändert. Will heißen: Aspiag/Despar vor Alperia und Seetech Global Industries. Die Details dazu finden Sie im Südtirol Panorama.

Wir wünschen Ihnen eine anregende ff-Lektüre

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  • Aschbacher und Widmann

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