Direkte Demokratie – offener Brief: (gm) „Wählen können wir, aber mitbestimmen nicht“, sagt Stephan Lausch. Lausch ist einer ...
Editorial
Liebe Leserin, lieber Leser,
Aus ff 37 vom Donnerstag, den 11. September 2025

die Südtiroler Kirche will den sexuellen Missbrauch in ihren eigenen Reihen aufarbeiten. Es begann mit dem Missbrauchsgutachten einer Münchner Anwaltskanzlei. Es schien der Kirche und Bischof Ivo Muser ernst. Im Gutachten ist im Fall Nr. 16 beschrieben, wie ein Priester eine Minderjährige missbraucht hat. Das Verfahren gegen ihn wurde wegen Verjährung eingestellt, freigesprochen wurde er nicht. Das Gericht hielt ihn für schuldig.
Jetzt wollte der Bischof diesen Geistlichen in eine Pfarre im Pustertal versetzen. Die Kirche verteidigte zunächst die Entscheidung, dann nahm sie sie zurück. Der Zorn unter den Gläubigen wurde immer größer.
Was ist da passiert, fragen sich Silke Hinterwaldner und Andrej Werth in der Titelgeschichte in diesem Heft, ist die Aufarbeitung glaubwürdig, welchen Schaden hat diese Entscheidung angerichtet? Das Protokoll des Versagens können sie ab Seite 26 lesen.
Wir nennen in der Titelgeschichte nicht den vollen Namen des Geistlichen, er wird auch im Gutachten nicht genannt, um die Betroffene zu schützen. Und wir folgen dem italienischen Recht, das auch Tätern ein „Recht auf Vergessen“ zugesteht.
Über den Klimawandel wird kaum mehr geredet, die Proteste dagegen sind völlig erschlafft, das mediale Interesse hat stark abgenommen. Dennoch, sagt Georg Niedrist, Wissenschaftler an der Eurac, müssen wir dringend darüber reden. Doch was sind die Gründe, die uns den Klimawandel und dessen Folgen verdrängen lassen? In seinem Gastbeitrag analysiert er unser irrationales Verhalten und wie wir das Desinteresse am Klimawandel überwinden können – ein notwendiger Denkanstoß. Ab Seite 18.
Einen Denkanstoß gibt auch der ehemalige Geher und Olympiasieger Alex Schwazer beim „global forum Südtirol“ (12.9. ab 13 Uhr, Eurac). Er spricht dort zum Thema „Was ist Wahrheit?“. Im Sommergespräch mit Markus Larcher redet er über die Achterbahnfahrten in seinem Leben, die Suche nach der Wahrheit. Und was ihn nach einer Depression gerettet hat. Ab Seite 38.
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