Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser,

Er ist jetzt oben: Silke Hinterwaldner hat Klaus Berger, den neuen Chef des HGV, porträtiert. Sie haben sich in seinem Hotel, der „Post“ in Gries-Bozen, getroffen. Ab Seite 60. © Ludwig Thalheimer
 

Rosmarie Pamer ist erst 54, aber schon 30 Jahre in der Politik. Bekannt geworden ist sie als hemdsärmelige Bürgermeisterin von St. Martin in Passeier. Jetzt ist die SVP-Politikerin Landesrätin für
Soziales, stellvertretende Landeshauptfrau – und die populärste Politikerin im Land.
Rosmarie Pamer könnte nach der Landtagswahl 2028 Arno Kompatscher an der Spitze der Landesregierung beerben. Wie sie tickt, wie sie denkt, wie sie Rechtspopulisten (Sven Knoll & Co) einbremsen will, lesen Sie im ausführlichen Gespräch, das Alexandra Aschbacher mit ihr geführt hat. Es ist die Titelgeschichte in diesem Heft. Ab Seite 16.
Schule und Sprache ist ein Thema, das in Südtirol immer wieder für Aufregung sorgt. Deutsche und italienische Schule müssen streng getrennt bleiben, so will es die SVP. Eine Ausnahme bilden die ladinischen Schulen: Dort wird abwechselnd auf Deutsch und Italienisch unterrichtet – mit ein paar Stunden Ladinisch. Was wir von der ladinischen Schule lernen können, hat sich unsere Autorin Valentina Gianera gefragt. Sie hat für ihre Reportage über eine Grundschule in Corvara auch die Sprachwissenschaftlerin Ruth Videsott interviewt. Sie sagt: Die Begegnung mit mehreren Sprachen bringe viele Vorteile für Kinder und Gesellschaft. Ab Seite 30.
Besondere Begegnungen waren auch die von Markus Larcher mit dem ­Sozialwissenschaftler Jens Beckert und von Georg Mair mit dem Schriftsteller Josef Oberhollenzer. Wissenschaft und Literatur überschneiden sich. Bei Beckert geht es darum, dass wir die Zukunft aufs Spiel setzen, wenn wir dem Klimawandel nicht Einhalt gebieten; Oberhollenzers Roman ist auch eine sprachgewaltige Kritik am Tourismus.
Im Interview mit Larcher (ab Seite 40) sagt Beckert, ihn interessiere vor allem, warum wir bei allem Wissen um den Klimawandel so weiterleben, als ob nichts wäre. Im literarischen Porträt von Oberhollenzer (ab Seite 56) beschreibt Mair, was das Schreiben des Autors ausmacht und wie sein neuer Roman mit dem provokanten Titel „Sellemond oder Von der Schwierigkeit, Touristen zu töten“ zustande kam. 

weitere Bilder

Leserkommentare

Kommentieren

Sie müssen sich anmelden um zu kommentieren.