Lebensqualität kostet. Das zeigt sich an den Preisen für Bananen, Olivenöl oder Cappuccino.
Editorial
Liebe Leserin, lieber Leser,
Aus ff 03 vom Donnerstag, den 15. Januar 2026

Liebe Leserin, lieber Leser,
wenn es auf der Welt zu tiefgreifenden Einschnitten kommt, eine Pandemie ausbricht, die Wirtschaft zusammenkracht, ein Land ein anderes Land angreift, dann werden dazu oft Historikerinnen und Historiker befragt. Medien wollen dann wissen: Wie war das damals? Und was ist dann passiert? Es ist eine Binse: Wer die Gegenwart verstehen will, muss die Vergangenheit kennen. Geschichtswissenschaftlerinnen sind derzeit gefragte Interviewgäste.
Denn die internationale Gemeinschaft, die gar keine Gemeinschaft ist, erlebt gerade wieder einen tiefgreifenden Einschnitt. Er trägt einen Namen: Donald Trump. Der US-amerikanische Präsident ließ in der Nacht auf den 3. Januar den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro außer Landes schaffen, in diesen Tagen wiederholte er einen angeblichen US-amerikanischen Anspruch auf Grönland, das zu Dänemark gehört, in einem Interview erklärte er, das Völkerrecht interessiere ihn nicht. Ulrich Ladurner, Korrespondent der deutschen Wochenzeitung Die Zeit und ff-Autor schreibt: „Die Welt, wie wir sie kannten, ist zu Ende gegangen. Doch es ist nicht ausgemacht, dass die Welt düster wird.“ Ladurner hat die aktuelle Titelgeschichte geschrieben. „Wie es war, wird es nicht mehr.“ Ab Seite 16.
Die Option war für Südtirol ein sehr einschneidendes Kapitel. Etliche Bücher sind dar-
über geschrieben worden, es gab Ausstellungen, die Vereinigten Bühnen Bozen inszenierten ein Theaterstück. Ist die Geschichte der Option also auserzählt? Nein. Die Autorin Astrid Kofler beschäftigt sich in ihrem neuen Buch „Von Rückkehr, Flucht und Suche nach Heimat“ mit einer vergleichsweise unbekannten Gruppe an Menschen: den Rückoptanten. Wir veröffentlichen in dieser Ausgabe einen Auszug aus dem neuen Buch. „Die Welt des Krieges“, ab Seite 42.
Ein paar Ungenauigkeiten haben sich in die Meldung zur Ausstellung von Sven Sachsalber im Museion in Bozen eingeschlichen (Premiere ff 2/26). Der Künstler hat nicht in Florenz, sondern in Bologna studiert, er ist 2020 nicht in New York, sondern in Wien gestorben und die Ausstellung im „Corner“ im Erdgeschoss ist eine Zusammenarbeit von BAU und Museion.
Wir wünschen Ihnen eine anregende ff-Lektüre
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