Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser,

ff-Redakteurin Silke Hinterwaldner hat Arnold von Stefenelli in Kaltern besucht. Er wohnt in der Goldgasse 10, dort, wo auch Maria von Mörl gelebt hat – sie soll selig­gesprochen werden. © Alexander Alber
 

mit dem Aschermittwoch, heuer am 18. Februar, beginnt für Menschen christlichen Glaubens weltweit die 40-tägige Fastenzeit. Im Zentrum des österlichen Weges stehen Buße, Umkehr und Erneuerung. In die wundersame Welt der katholischen Kirche taucht auch ff-Redakteurin Silke Hinterwaldner ein: Sie hat für die Titelgeschichte Südtirols Heilige und Selige unter die Lupe genommen – ganz konkret am Fall der Maria von Mörl, einer der bekanntesten „stigmatisierten ekstatischen Jungfrauen“.
Hinterwaldner fragt: Wozu braucht eine zunehmend säkular werdende Gesellschaft noch kirchlich beglaubigte Vorbilder? Und sind Selig- und Heiligsprechungen mehr als der Versuch, einem Ritual einen zeitgemäßen Anstrich zu geben, dessen Zeit womöglich längst vergangen ist? „Warten auf ein Wunder“, ab Seite 36.
Das Thema Homosexualität gilt in der Kirche nach wie vor als Tabu. Auch die konservative Regierung in Rom macht es schwulen und lesbischen Paaren wie etwa Melanie Mumelter und Christiane Dibiasi nicht leicht. Die beiden sind seit zehn Jahren ein Paar und seit 16 Monaten Mütter von Zwillingen. Der Weg zur Anerkennung beider Mütter war alles andere als leicht. ff-Redakteur Andrej Werth hat ihre bewegende Geschichte niedergeschrieben. „Doppelt hält besser“, ab Seite 34.
Bewegend war auch die Rodel-Teamstaffel am Donnerstag vergangener Woche in Cortina. Italien sicherte sich mit Verena Hofer, Dominik Fischnaller, Andrea Vötter, Marion Oberhofer, Emanuel Rieder und Simon Kainzwaldner den dritten Platz. ff-Redakteur Alexander van Gerven war vor Ort. Er schreibt über „Pelze, Pistolen und Medaillen“, mehr ab Seite 30.
Neofaschisten werden am Samstag, 28. Februar, nach Bozen kommen. Sie wollen unter dem Banner der „Remigration“ aufmarschieren und haben dafür in ganz Italien geworben. Wird die Demo der vorläufige Höhepunkt des rechten Aufstiegs? Oder der Beginn amerikanischer Verhältnisse auch hierzulande? „Sie sind wieder da“, ab Seite 16.n

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