Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser,

Auf dem Vintlerhof in Milland bei Brixen: Miriam Zenorini ist eine ungewöhnliche ­Bäuerin. Sie wollen wissen warum? Dann blättern Sie auf Seite 60. ff-Chefredakteur Georg Mair hat die Bäuerin porträtiert: „Der Stein im Schuh“. © Alexander Alber
 

„wenn ein Kind geboren wird, beginnt für viele Paare keine neue, sondern eine alte Ordnung. Während für Väter oft nur ein Abschnitt hinzugefügt wird, verschiebt sich für Mütter das gesamte Gefüge ihres Lebens. Aus Zeit wird Mangelware, aus Erwerbsarbeit ein Balanceakt, aus Gleichberechtigung ein Vertrösten auf unbestimmte Zeit.“ So beginnt Silke Hinterwaldner die Titelgeschichte der aktuellen ff-Ausgabe. Die Nachfrage nach Arbeitskräften ist auch in Südtirol hoch, aber eine Ressource bleibt unerschlossen: die Frauen. Und dennoch wählt unsere Autorin einen positiven Titel: „Jetzt tut sich etwas“. Was? Das lesen Sie ab Seite 16.
Jeden letzten Freitag im Monat gibt es eine neue Folge von „Aus der Blase“, dem Polit-Podcast von Alexandra Aschbacher. Dieses Mal hat sie den Landtagsabgeordneten Andreas Leiter Reber in unser Studio geladen. Leiter Reber war viele Jahre Mitglied der Freiheitlichen, einige Zeit auch ihr Obmann. Dann verließ er die Partei und gründete seine eigene Fraktion. Aschbacher hat ein langes Gespräch mit ihm geführt, zu hören ab Freitag.
Auch in der Print-Ausgabe bleibt es politisch. Karl Hinterwaldner wirft einen Blick auf das Justizreferendum, das Sonntag und Montag in Italien abgehalten wurde. Es gewann das Nein. Es ist die erste große politische Niederlage von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni. Hinterwaldner hat sich gefragt, was der Ausgang des Referendums für die Regierungen in Rom und in Bozen bedeutet, wo die SVP mit dem lokalen Ableger von Melonis Fratelli d’Italia koaliert. Auf Seite 27.
Alexander van Gerven hat sich gefragt, wie es um das Kasernenareal von Schlanders steht. Dort ist seit dem Beinaheabriss 2022 lange nix passiert. Nun hat es die Bürgermeisterin aber eilig. „Die Bagger warten“, ab Seite 28.
Andrej Werth hat sich hingegen angeschaut, wie die Südtirol-Autonomie finanziert wird. „Neid ist ein großer Gegner“, ab Seite 30. Werth moderiert am Freitagabend in Meran übrigens eine Buchvorstellung mit Günther Pallaver und Elisabeth Alber. Thema: die Demokratie in Südtirol und im Trentino. Akademie Meran, 18 Uhr. 

Wir wünschen Ihnen eine anregende ff-Lektüre

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