Als Chefin der Deutschen Bahn hat Evelyn Palla einen undankbaren Job. Viele fragen: Wie lange hält sie durch? Ihr erster Auftritt in Bozen war überraschend persönlich.
Editorial
Liebe Leserin, lieber Leser,
Aus ff 17 vom Donnerstag, den 23. April 2026

der Einkaufskorb der Athesia ist mittlerweile prall gefüllt. Kurz vor Ostern der erste Paukenschlag, Das Verlagshaus übernimmt das Funkhaus in der Innsbruckerstraße. Das heißt: Südtirol 1, Radio Tirol und Südtirol Journal gehören jetzt zur Athesia.
Doch damit nicht genug. Nur zwei Wochen später folgte der nächste Streich: Athesia baut seine Reichweite aus und kauft auch die Sender Antenne, Radio 2000, Radio Edelweiß und Stadtradio Bozen. Damit befinden sich rund 90 Prozent des deutschsprachigen Privatradiomarktes in Südtirol im Besitz des Medienriesen vom Weinbergweg.
Welche Folgen hat es für eine demokratische Öffentlichkeit, wenn ein einzelnes Medienhaus nun auch noch den Großteil der Radiolandschaft kontrolliert? Welche Rolle kommt der Politik zu, wenn sich mediale Macht derart verdichtet? Und schließlich: Wie reagieren die Hörerinnen und Hörer? Bleibt Vertrauen bestehen, wenn die Vielfalt schwindet? Diesen Fragen ist Silke Hinterwaldner in der Titelgeschichte nachgegangen. „Athesia on Air“, ab Seite 18.
Und Andrej Werth hat mit dem künftigen Athesia-Chef Georg Ebner gesprochen. Im Interview sagt dieser: „Der Medienmarkt ist unter Druck.“ Von einem Medienmonopol möchte er nichts wissen. Werth hat ihn unter anderem gefragt: „Herr Ebner, was kaufen Sie als Nächstes?“ Das Interview lesen Sie ab Seite 22.
Und weitere mächtige Persönlichkeiten füllen diese Ausgabe: Die Südtirolerin Evelyn Palla, Chefin der Deutschen Bahn, spricht über ihren knochenharten Job und ihren Alltag. „Ich bin bis 23 Uhr im Büro“, ab Seite 36.
Andrea Cerri, neuer Intendant des Teatro Stabile in Bozen, erzählt, wie er das Haus für alle öffnen will: „Un teatro aperto e popolare“, ab Seite 48.
Und schließlich Magdalena Pratzner, Präsidentin der Freien Weinbauern, die auf dem Weingut Falkenstein in Naturns in große Fußstapfen getreten ist und diese mittlerweile mit Bravour ausfüllt. „Die Bodenständige“, ab Seite 52.
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