Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser,

Isabel Conci (links) und Michael Plattner, Diskotheken- und Barbetreiber, im Gespräch mit Julia Staffler im Bozner „Martini“. © Ludwig Thalheimer
 

Frauenverachtung und toxische Männlichkeit beherrschen die internationale Politik dieser Zeit. Ob Donald Trump, Wladimir Putin oder Javier Milei – in vielen Ländern der Welt breitet sich ein Politikertyp aus, der ohne Skrupel seine Muskeln spielen lässt, indem er Schwächere niedermacht, um seine politische und wirtschaftliche Macht zu erhalten. Der Abgeordnete Zeno Oberkofler hat gemeinsam mit anderen europäischen Grünenpolitikern nun ein Manifest für ein neues Männerbild verfasst. Was genau Mann damit erreichen will, hat Alexandra Aschbacher recherchiert (Sei der Mann, der du wirklich sein willst, ab Seite 16).
Ausgeschwommen hat es sich in der Cascade. Das Hallenbad in Sand in Taufers hat schon seit Jahren geschlossen. Einst als mutiges Zukunftsprojekt gestartet, hat es zu einer monumentalen Fehlentwicklung geführt – zum Leidwesen der Steuerzahlenden und der Gemeinde. Silke Hinterwaldner ist der langen und unglücklichen Geschichte dieses Projektes auf den Grund gegangen und hat analysiert, welche Fehler gemacht wurden (Ein Dorf geht baden, ab Seite 26).
Früher soll alles besser gewesen sein, heißt es. Ob das zutrifft, darf bezweifelt werden. Was jedoch stimmt: Früher war das Nachtleben aufregender. Man machte in Clubs die Nächte durch, feierte und tanzte, bis der letzte Musikton verklungen war. Das haben auch ff-Redakteurin Julia Staffler und ff-Hospitant Matthias Hillebrand so in Erinnerung, obschon beide erst 25 sind. Mit der Feierkultur scheint es nun vorbei zu sein. Warum das so ist, ob Corona eine Zäsur war und wo es die jungen Menschen heute hinzieht, lässt sich ab Seite 36 nachlesen (Es hat sich ausgetanzt).
Vergangene Woche lud das Therapiezentrum Bad Bachgart ins Kloster nach Neustift. Bad Bachgart feierte sein 25-jähriges Bestehen mit einer Tagung, Titel: Psychotherapie im Wandel. Eine der Vortragenden: Claudia Paganini, Philosophin und Theologin an der Uni Innsbruck.
Mit ihr hat sich im Anschluss Alexander van Gerven unterhalten und sie gefragt, ob wir bald alle unseren eigenen KI-Psychotherapeuten haben werden. Lesen Sie mehr im Interview ab Seite 30 (Eine Quasi-Religion).

weitere Bilder

Leserkommentare

Kommentieren

Sie müssen sich anmelden um zu kommentieren.