Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser,

Sommergespräch über Tourismus: Karl Hinterwaldner hat dafür Silvia Rier getroffen, Autorin eines Tourismusknigge. Sie sagt: „Südtirol braucht eine Einheimischen­gesinnung.“ Ab Seite 42. © Alexander Alber
 

ff-Redakteur Andrej Werth hat in den vergangenen Monaten zum Umgang des Deutschen Ordens mit sexuellem Missbrauch in Vergangenheit und Gegenwart recherchiert. Er hat mit Betroffenen und Kirchen- wie Ordensvertretern gesprochen, Unterlagen eingesehen und Akten studiert. Werth führte für die Titelgeschichte in diesem Heft vor allem viele Gespräche mit Florian, der von seinem Missbrauch erzählte, darüber sprach, wie es ihm heute geht und warum er von der Diözese und dem Orden schwer enttäuscht ist.
Auf die Frage, warum er den Schritt an die Presse wagt, sagt er, er wolle den medialen Druck erhöhen, der Priester gehöre seines Amtes enthoben. Wir haben auch den beschuldigten Priester mit den Vorwürfen konfrontiert, er streitet alles ab. Ab Seite 30.
Theaterspektakel. Georg Mair war am vergangenen Donnerstag in Telfs bei der „Feuernacht“ von Felix Mitterer. Den Stoff für das Theater lieferten die Attentate der Sechzigerjahre in Südtirol, die Nacht vom 11. auf den 12. Juni 1961, als die Leute vom Befreiungsausschuss Südtirol 37 Strommasten in die Luft sprengten.
Mair sah ein Spektakel mit Musik, Live-Kamera, Schießereien, Verfolgungsjagden, schweren Familienkonflikten und einem holzschnittartigen Text. Und einen Kran, der ein Kreuz auf die Bühne hievte. Auch viele Schauspielerinnen und Schauspieler aus Südtirol standen auf der Bühne (ein Abbruchhaus in der Südtiroler Siedlung), es ist ein Megaensemble. Was die Inszenierung wirklich taugt, lesen Sie
ab Seite 48.
Im Sommer beleben immer wieder Hospitantinnen und Praktikanten die Redaktion, einige von ihnen kommen jedes Jahr wieder, wie Matthias Schwarz oder Matthias Hillebrand. Schwarz hat in diesem Heft über die Pläne für die Mercanti-Kaserne in Eppan geschrieben (ab Seite 28), Hillebrand Anja Stecher porträtiert. Sie ist Pflegekoordinatorin auf der Palliativstation in Martinsbrunn und organisiert nachhaltige Hilfsprojekte in Tansania (ab Seite 52). Anica Schubert hat in der Sternwarte in Gummer recherchiert, was es mit den fallenden Sternschnuppen in der Lorenzinacht auf sich hat und warum Natur und Mensch mehr natürliche Dunkelheit brauchen (ab Seite 38). Und Heidi Aufderklamm erzählt, was es für ein Dorf bedeutet, wenn die Schule zusperrt (ab Seite 22). 

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