Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser,

Julia Staffler hat sich in dieser Ausgabe mit Künstlicher Intelligenz befasst, sie beschreibt, wie diese uns täuscht (ab Seite 16). Wie mit diesem Bild, das mithilfe von KI erstellt wurde. Es zeigt Staffler bei einem Termin mit Ex-Landeshauptmann Luis Durnwalder und Landeshauptmann Arno Kompatscher. © KI-generiert
 

Auf dem Titelbild dieser Woche sehen Sie den ehemaligen Landeshauptmann Silvius Magnago. Ist es echt oder nicht? Hätten Sie auf den ersten Blick erkannt, dass das Bild mithilfe der Künstlichen Intelligenz erstellt wurde? Vielleicht haben Sie ja noch in Erinnerung, dass Magnago aufgrund einer Kriegsverletzung ein Bein fehlte. Wir haben es für das Cover ausgewählt – wie auch die Bilder, die die Titelgeschichte begleiten, um zu zeigen, wie leicht es heute ist, Bilder zu erzeugen. So, dass sie täuschend echt aussehen.
Julia Staffler hat für die Titelgeschichte in diesem Heft recherchiert, wie die Künstliche Intelligenz Wahrheit und Lüge fast ununterscheidbar macht (ab Seite 16). Verena ­Pliger hat den Bestsellerautor Daniel Wolff interviewt und sich von ihm erklären lassen, was die Künstliche Intelligenz mit Kindern macht und wie Eltern sie schützen können. Ab Seite 20.
Immer wieder macht sich Helmut Luther auf, um für uns zu recherchieren. In diesem Heft schreibt er über einen besonderen Ort, den Hiaslhof am Schennerberg. Luther hat sich dort als freiwilliger Helfer für die Heuarbeit verdingt. Und war überrascht, wie hart die Arbeit ist. Zuerst hatte er die falschen Schuhe an, dann landete er im steilen Gelände auf dem Hosenboden, irgendwann erklärte ihm die Bäuerin, dass es für die Arbeit da oben nicht genüge, wenn man unten in der Stadt ins Fitnessstudio geht. Ab Seite 40.
In diesem Heft finden Sie auch zwei Gast­kommentare. Elide Mussner, Gemeinderätin in Abtei und als Tourismuskritikerin bekannt, beobachtet im Tourismus für einmal eine positive Entwicklung: Es kommen wieder viele junge Leute in die Berge. Nutzen wir diese Chance, schreibt sie in ihrem Beitrag auf Seite 33.
Brigitte Hofer schreibt, was sie am Interview mit Zeno Oberkofler, dem grünen Landtagsabgeordneten, in ff 31/26 gestört hat. Oberkofler redet darin über ein neues Männerbild. Was Hofer dazu in den Sinn gekommen ist, lesen Sie auf Seite 43.
Als Georg Mair den weltberühmten Komponisten Kit Armstrong interviewte, saß der in einem Flughafenhotel in London. Irgendwann hob er einen Topf hoch, er hatte sich gerade etwas zum Essen gekocht. Im Gespräch ging es auch darum, was Kochen und Musik verbindet. Um das Glück des Verstehens. Und dass Klavier spielen mehr ist, als beeindrucken zu wollen. Ab Seite 48. 

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