Gotthard Bonell hat ein großes Werk geschaffen. In der Galerie Casciaro zeigt er neue Bilder. Und ist längst schon wieder irgendwo anders.
Editorial
Liebe Leserin, lieber Leser,

am 30. September, es war gegen 11 Uhr, erschrak Markus Larcher. Der ff-Redakteur war mit unserem Fotografen Alexander Alber und einer Gruppe von amtlichen Gletscherbeobachtern unterwegs, als sich plötzlich vom Schneebigen Nock Gesteinsbrocken lösten und Richtung Tal donnerten. Ein Felssturz. Kein großer und für die Menschen, die gerade über den Rieserferner stapften, ungefährlich, aber eben doch ein Schreckmoment.
Larcher und Alber waren für die Titelgeschichte einen Vormittag lang auf dem Gletscher im hinteren Ahrntal unterwegs. In seinem Text schreibt unser Autor: „Es ist kurz nach 8 Uhr. Das Gletscherfeld, das sich nordseitig sanft an den Magerstein sc, liegt bereits im Sonnenlicht. Für die Tages- und Jahreszeit auf 3.000 Metern ist es verhältnismäßig warm. So wie schon den ganzen Monat über: Nach fünf Hitzewellen im Sommer haben auch die überdurchschnittlich warmen Spätsommertage dem Gletscher sichtlich zugesetzt.“
Südtirols Gletscher schmelzen so schnell wie noch nie. In einigen Jahrzehnten dürften sie verschwunden sein. „Das letzte Eis“,
ab Seite 16.
In diesem Heft gibt es noch eine zweite Berggeschichte. Unsere Hospitantin Paula Mittich ist den Heimatsteig bei Sexten hochgewandert. Sie wollte das Helmhaus besuchen. 50 Jahre war es eine Ruine, heuer wurde die Hütte saniert, nur: wofür eigentlich?, hat sich Mittich gefragt. „Frei von Projekt und Konzept“, Seite 35.
Das „Creativ“, ein Geschäft für „Kunst, Spiel, Textil“, in Bozen wird hingegen nach 40 Jahren Tätigkeit im Dezember seine Tür für immer schließen. Das Geschäft von Monika Tappeiner und Josef Marmsoler ist mehr als nur ein Geschäft, schreibt Alexandra Aschbacher in ihrem Porträt. „Fäden über die Zeit spannen“, ab Seite 52.
Falsche Zahl. Im „Nachgefragt“ in der Rubrik Panorama (ff 41/2026) ging es im Kurzinterview mit Anwalt Gerhard Brandstätter um dessen Klienten Alex Schwazer. Schwazer ist im April positiv auf Epo getestet worden. Und erklärte, sich nicht weiter wehren zu wollen. Jetzt will er doch. Dabei ist uns ein Fehler unterlaufen: Schwazer war nicht 1998 Olympiasieger im Gehen, sondern 2008 in Peking. Wir bitten, die falsche Jahreszahl zu entschuldigen.
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