Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser,

ff-Hospitantin Anica Schubert mit Biologe Andreas Hilpold auf dem Sellastock: auf den Spuren der sich verändernden Pflanzenwelt in Gipfelbereichen. Die Geschichte dazu gibt es ab Seite 46. © Alexander Alber
 

ein Dorf, das bereits seit Jahrzehnten mit den Gästen lebt: Das ist Reischach. Trotzdem werden hier neue Hotels und ein neuer Campingplatz gebaut. Warum das so ist, lesen Sie in der Titelgeschichte in diesem Heft: „Zu Hause im Hotspot“ ab Seite 34. Aber während in Reischach die Saison zu Ende geht und die Erholung beginnt, kommen andere Dörfer nicht zur Ruhe. Villnöß zum Beispiel. Hier braucht es Lösungen, die weit über den Bettenstopp hinausgehen. Südtirol sollte schnell handeln, meint ff-Redakteurin Silke Hinterwaldner, man habe die Geduld der Menschen, die dort leben, überstrapaziert. Stau, überfüllte Busse, teure Wohnungen: Hat das Land die Kontrolle über diese Entwicklungen verloren?
Es war im August, als die Wogen in der SVP und im Unterland hinsichtlich der geplanten Zerschlagung des Wahlkreises Bozen-Unterland hochgingen. Der Unterlandler SVP-Bezirksausschuss drohte, geschlossen von seiner Funktion zurückzutreten, sollte der Vorschlag von Alessandro Urzì bei der Wahlreform der Regierung Meloni in Rom durchgehen. Er ging durch, doch zurückgetreten ist nur Michael Epp, der Trudner Bürgermeister. Im Interview mit Alexandra Aschbacher steht er Rede und Antwort – und nimmt sich kein Blatt vor den Mund („Ich lasse die Partei nicht im Stich!“, ab Seite 18).
Sie sieht aus wie eine gewöhnliche Ray-Ban-Brille. Nur die Bügel sind etwas dicker, vorne sitzen eine Kamera und eine kleine Leuchte. Sie filmt, spielt Musik, übersetzt und beantwortet Fragen zu dem, was die Augen dahinter sehen. „Hey Meta“ genügt – und die künstliche Intelligenz (KI) ist da. So beschreibt Autor Max Hofer den Dreh rund um die neuesten Smart Glasses oder Daten-Brillen.
Was die Augen nicht sehen, ist die Arbeit hinter der Technik – oft schlecht bezahlt und unter schwierigen Bedingungen durchgeführt. Probleme gibt es auch mit dem Datenschutz. Autor Hofer hat einen Blick hinter die Gläser geworfen und herausgefunden, dass die Brille der Zukunft bei den Nachbarn in Belluno hergestellt werden soll („Getrübter Blick“, ab Seite 32). 

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