Es braucht klare Worte
Eine Verordnung jagt die andere – die Landesregierung wirkt überfordert. Ihre Kommunikation ist chaotisch. Das muss sich dringend ändern.
Aus ff 45 vom Donnerstag, den 05. November 2020
Coelestin Unterganzner kehrte die Reste des letzten Tages der Freiheit zusammen. Damals – vor einem Tag, also lange her – konnte er noch seine Restaurantlizenz nutzen, um den Barbetrieb aufrechtzuerhalten. Die Flaneider hatten das ausgiebig genutzt und Corona mit dem vorgeschriebenen Abstand von 15 cm hochleben lassen – „ist ja wahr!“
Gemeindepolizist Ernst Putz war draußen geblieben, weil die alten Regeln noch zu kompliziert waren, um sie mit den Einheimischen unversehrt durchzudiskutieren. Die alten Beschwerden waren vergessen, man wollte richtig Weltuntergang feiern.
Eine Verordnung jagt die andere – die Landesregierung wirkt überfordert. Ihre Kommunikation ist chaotisch. Das muss sich dringend ändern.
An diesem Montag hat die Krankenpflegerin Maria Weissteiner* das erste Mal in ihrem Leben gestreikt. Gleichzeitig wandte sie sich an ff, in der Hoffnung, „dass die da oben endlich aufwachen“.
Rosmarie Burgmann: Ich lebe in den Tag hinein. Zurzeit bin ich im Urlaub, bald werde ich wieder als Buchhalterin ...
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