Anfeindungen und Hass dominieren immer mehr Debatten – was könnte ein Weg zurück zur Normalität sein? Der Ethnologe und Flüchtlingskoordinator Josef Pfattner gibt Antworten. Er sagt: „Gute Kommunikation kann man auch von unseren Bauern lernen.“
Leserbriefe
Mann und Frau
Aus ff 11 vom Donnerstag, den 16. März 2017
Haben sich die Verhältnisse umgekehrt? Ist jetzt der Mann der Unterdrückte?
Der Tag der Frau – früher Mahnmal gegen die Unterdrückung des weiblichen Geschlechts – scheint mir in der heutigen Zeit zunehmend unzeitgemäß.
Der Feminismus ist von seinem ursprünglichen Konzept weit abgewichen. Ging es ursprünglich um Wahlrecht und geschlechtliche Gleichberechtigung, kam mit dem Postfeminismus auch eine männerfeindliche Komponente hinzu. Der Mann wurde und wird als Sündenbock dargestellt, die geschlechtliche Ungerechtigkeit ist ins Gegenteil gekippt: Während sich Frauen vehement gegen sexuelle Belästigung auflehnen, scheinen sie selbst über Gesetz und Moral zu stehen, wie die sozialen Netzwerke eindrucksvoll veranschaulichen. Ein Foto, auf dem ein Mann einer Frau diskret ins Dekolleté blickt, erntet Beschwerden über die „Misshandlung der Frau“. Fasst (!) jedoch eine Frau einem Mann auf einem Foto an das Gesäß, werden in der Kommentarspalte die „Stärke der Frau“ und „sexuelle Unabhängigkeit“ bejubelt, und das Ganze als „harmloser Spaß“ abgetan.
Ich bin weder Chauvinist noch misogyn, mit diesem Leserbrief möchte ich weder beleidigen noch verhetzen.
Jedoch schockiert mich, wie der Mann zunehmend benachteiligt wird.
Unsere Welt braucht Feminismus – aber im ursprünglichen Sinn, zur tatsächlichen Gleichberechtigung von Mann und Frau.
Bernd Lücke, Bozen
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