Leserbriefe

Mit weitem Blick

Aus ff 32 vom Donnerstag, den 09. August 2018

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ff 30/2018 über den neuen Direktor des Naturmuseums

Es ist nicht das erste Mal, dass der Astrophysiker David Gruber im Zuge medialer Selbstdarstellung die Astrologie für obsolet hält. Als Vertreter
einer herrschenden Wissenschaftlichkeit, die mit ihren Methoden anhand von Denkberechtigungsscheinen das Hoheitsrecht über die Wirklichkeit zwischen Himmel und Erde beansprucht, hat er offensichtlich keine Ahnung von Astrologie jenseits trivialer Zeitungshoroskope.
Astrologie ist kein Glaubensbekenntnis, sondern ermöglicht Selbsterkenntnis – mit kurzem Blick. Und sie beruht in unseren Breiten nicht auf den verschobenen „13 ekliptikalen SternBILDERN“, sondern auf den jahreszeitlich feststehenden SternZEICHEN. Sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Und wer sich die Mühe macht, die Sterndeutung gründlich zu studieren, kommt nicht umhin, ihre Bedeutung nicht nur als Lebenshilfe, sondern auch als Kulturwissenschaft zu würdigen, deren Zeugnissen man vielerorts ungeahnt begegnen kann.
Ihre Entwürdigung bewahrt die Astrologie glücklicherweise vor Vereinnahmung durch „die Macht wissenschaftlicher Erklärungen“ wie denen Grubers, der den Menschen als „kosmische Eintagsfliege“ sieht und in fernen Galaxien nach Lebenszeichen sucht, um „ruhig sterben“ zu können. Na dann viel Glück, schöne neue Welt!
Franz Summerer, Meran

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