Wichtiger Hinweis

In eigener Sache:

Liebe Leserinnen, liebe Leser, aufgrund der aktuellen Ereignisse schalten wir für Sie die ff online vorübergehend frei. Sie können alle, Abonnenten wie Nicht-Abonnenten, das neue Heft ab Donnerstag als E-Paper kostenlos lesen, klicken Sie dafür im Menü auf E-Paper lesen. Oder Sie laden sich die ff-App auf Ihr Smartphone.
Wir wünschen gute Lektüre und gute Gesundheit!

Leserbriefe

Warten, warten, warten

Aus ff 11 vom Donnerstag, den 14. März 2019

Leserbriefe
Leserbriefe © ff-Media
 

Wie es einem ergehen kann, wenn man sich für eine Kontrollvisite vormerken will

Mit dem einheitlichen Vormerksystem (EVS) soll den langen Wartelisten im öffentlichen Gesundheitsdienst zu Leibe gerückt werden.
Endlich: Man kann sich ­telefonisch für Visiten vormerken, kriegt gesagt, wo der nächste Termin frei ist und kann sich anmelden. Die ­Patienten müssen nur etwas flexibel und bereit sein, auch andere als das nächstgelegene Krankenhaus aufzusuchen.
So weit, so gut, könnte funktionieren. Wenn da nicht ­diese einheitliche Vormerkstelle wäre. Mann/Frau ruft an, wird über Datenschutz und so weiter aufgeklärt und gelangt in die Warteschleife. ­Einige Minuten später ertönt das Besetztzeichen, und schon fliegt man aus der ­Schleife. Nächster Versuch. Und noch einer und noch einer. Das System macht mürbe. Also Anmeldung über Mail.
Stunden später weiß ich immer noch nicht, ob das mit meiner Kontrollvisite passt. Schon ärgerlich, aber was soll’s, dann geh ich eben in meiner „Ausgehzeit“ (also zwischen 13 und 15 Uhr) nach Schlanders und erledige das direkt am Schalter.
Glücklicherweise wohne ich nur eine knappe halbe Stunde Fußweg entfernt (Auto fahren kann ich wegen des Gipsverbandes nicht), das geht sich aber aus. Am Schalter: Warten. Die freundliche Dame vereinbart gerade telefonisch Termine, und vor mir ­stehen noch andere in der Reihe ... Für das vom Arzt angegebene Datum ist mittlerweile kein Termin mehr frei, egal, dann halt ein anderer. ­Geschafft! Ich frage mich: Wie ­schaffen es ältere Mitbürger durch das System? Oder ­solche, die ­weiter entfernt ­wohnen?
Genau: Aufgeben! Wen wundert’s, dass immer mehr Menschen in private Ambulatorien flüchten? Vorausgesetzt, man kann es sich ­leisten. Womit ein wichtiges Ziel erreicht wäre: Die Warte­listen in den öffentlichen ­Einrichtungen werden kürzer! Einheitlicher Vormerkstelle sei Dank!

Maria A. Muther, Kortsch

P.S.: Digitalisierung ist kein Synonym für Effizienz!

Leserkommentare

Kommentieren

Sie müssen sich anmelden um zu kommentieren.