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Haben sie noch einen Sinn? Maturabälle – die Zeit für ein Umdenken ist reif

Aus ff 04 vom Donnerstag, den 23. Januar 2020

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Ester Crazzolara, Gargazon: Folgendes Szenario ereignete sich neulich bei einem von mir besuchten Maturaball: In einem Saal unterhält sich die ältere Generation, in den anderen Sälen übertreiben Jugendliche mit dem Trinken. Keine Neuheit – das hat aber mit gesunder Unterhaltung nichts mehr zu tun. Wir erfahren, dass Dutzende von Jugendlichen nicht ­eingelassen werden, obwohl sie eine reguläre Eintrittskarte haben, die sie dann später von der Leitung ersetzt bekommen. Der ­Zweifel, dass etliche Leute mit gefälschten ­Eintrittskarten Einlass be­kommen haben, kommt auf.

Es ist an der Zeit, sich zu fragen, ob die Matura­bälle in dieser Form noch sinnvoll sind.

Der finanzielle Nettoerlös fällt wahrscheinlich knapp aus. Nächstes Problem: die Flugreise – Stichwort Klimawandel. Bei meiner Maturareise vor mehr als 30 Jahren sind wir von Bozen nach ­Barcelona mit dem Zug gefahren, und wir hatten dabei Spaß. Die Eltern ­würden sicher auch ohne Maturaball für eine Reise ­beisteuern – tun sie ja eh schon.

Statt Maturaball könnte vielleicht die eine oder andere Benefizveranstaltung organisiert werden.

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