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Die ff-Talks über „Die Zukunft der Mobilität: Was dort gesagt wurde, haben wir in ff 38/21 berichtet

Die Empfehlungen beziehungsweise Forderungen des Weltklimarates, welche auf fundierten Forschungsergebnissen gründen, scheinen bei einigen Vertretern der Süd-tiroler Wirtschaft noch nicht angekommen zu sein.

Wenn Josef Gostner und Johann Wohlfarter die Elektro-mobilität als die Lösung des Problems hin-stellen, ignorieren sie, dass die Zukunft des Planeten von einem -ressourcenschonenden Wirtschaften abhängen wird. Da die Herstellung der Batterien äußerst ressourcenintensiv ist, Ähnliches für den Bau der Fahr- und Flugzeuge gilt, kann E-Mobilität nur ein Entwicklungsschritt sein, der ohne flankierende Maßnahmen zur Eindämmung des Verkehrs zur gleichen Überbelastung auf unseren Straßen führen würde. Und selbst die negativen Begleit-erscheinungen eines Staus würden für direkt Betroffene und Anrainer allein wegen der E-Motoren kaum erträglicher. Einzig Michil Costa hebt sich von dieser einseitig wachstumsorientierten Sichtweise wohltuend ab, wenn er darauf hinweist, dass es sehr wohl eines regulierenden Eingreifens bedarf, um dem Überrolltwerden aktiv entgegenzusteuern.

Es bleibt zu hoffen, dass das Postulat zur Nachhaltigkeit in der kürzlich erfolgten Erklärung des Landeshauptmannes sich nicht bloß in Maßnahmen zur Förderung der E-Mobilität erschöpft. -Vielmehr sollten darüber hinaus die viel dringlicheren Maßnahmen zur Eindämmung des Verkehrsaufkommens ergriffen werden, und zwar im Schulterschluss mit Nordtirol, und nicht mit jenen, welche immer noch glauben, das Projekt von Schnellstraßen durch das Pustertal und den -Vinschgau betreiben zu müssen.

Walter Mair, Toblach

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