Tanja Pichler und Daniela Niederstätter, zwei junge Unternehmerinnen, sind Präsidentin und Vizepräsidentin von Transart, einem Festival, das gerne aneckt. Was haben sie davon?
Leserbriefe
Die Autonomie sind wir
Aus ff 38 vom Donnerstag, den 19. September 2024
Landeshauptmann Arno Kompatscher verhandelt die Wiederherstellung der Autonomie. Wo bleibt die Transparenz? Leitartikel in ff 37/24
ff ist eine interessante Zeitschrift. Man erfährt dort immer wieder Neues, zum Beispiel, dass die benachteiligte Minderheit in Südtirol nicht mehr die deutsche, sondern die italienische Sprachgruppe sei.
Chefredakteur Georg Mair wirft diesen provokanten Satz in seinen Leitartikel ein, ohne ihn zu begründen. Ich darf daran erinnern: Die Südtiroler Autonomie wurde für die österreichische Minderheit in Italien geschaffen, um ihr das sprachlich-kulturelle Überleben zu sichern. Den Italienern wurde sie sozusagen mitgewährt, obwohl sie als Teil des Staatsvolkes ja eigentlich keine Autonomie nötig hätten.
Wenn es um den Sprachgebrauch geht, sind eindeutig die Italiener bevorzugt. Sie können sich überall in Südtirol in ihrer Muttersprache verständigen, von den Ämtern über die Spitäler bis hinauf zum höchsten Almausschank. Mit Deutsch kommt man lange nicht überall weiter, etwa bei Polizeiorganen, dem Fürsorgeinstitut Inps oder auch bei meinem italienischen Pizzaboten, der nicht mal versteht, was „15 Euro“ heißt!
Bei den öffentlichen Beschriftungen ist die Sprache Goethes eindeutig im Rückzug. Stadtwerke Meran: Dort bin ich kürzlich am Telefon mit Deutsch nicht weitergekommen: Nach dem Drücken der Taste für die deutsche Sprache meldete sich eine italienische Stimme und ersuchte mich, Italienisch zu sprechen, da sie zu wenig Deutsch verstehe. Wer ist da benachteiligt?
Heute sind der Kompatscher-SVP Italiener und Migranten wichtiger als wir Südtiroler, Stichwort Goetheschule! Der Chefredakteur wird uns sicher erklären können, warum die Italiener die benachteiligte Minderheit sein sollen.
Peter Mitterhofer, Meran/Obermais
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