Um die 1.000 Sikhs leben in Südtirol. Die Ökonomin Simona Singh ist eine von ihnen. Wer die Sikhs sind, wie sie leben – und welchen Vorurteilen sie ausgesetzt sind. Text: Leonie Tschigg und Nathan Previdi | Fotos: Nathan Previdi
Leserbriefe
Streit in Pfalzen
Aus ff 10 vom Donnerstag, den 06. März 2025
Das umstrittene Heizkraftwerk am Issinger Weiher
„(…) Bürgermeister R. Tinkhauser ist bereit, der Bevölkerung am Issinger Weiher ein Riesenheizwerk vor die Haustür zu setzen – mitsamt einer bis dato noch unvorstellbar großen Belastung an Verkehrslärm, Produktionslärm, Betriebslärm, Staub und Abgasen. (…) Erwartet werden bis zu 1.000 LKW-Ladungen (Holz) im Jahr. Die Hackschnitzelerzeugung ist extrem lärmintensiv. (…) Anstelle des Heizwerkes am Issinger Weiher unterstützen wir den Vorschlag, das Pfalzner Heizwerk moderat auszubauen und Issing von dort aus an die Fernwärme anzubinden.“
Diese zum Teil falschen und irreführenden Aussagen sind jedem, der sich mit der Causa Fernheizwerk Kiens Issing beschäftigt hat, geläufig. Weniger geläufig ist leider, dass auch einige Issinger Bürger den Bau des Fernheizwerkes befürwortet haben. Sie schauen jetzt aber durch die Finger. Die Protestaktionen der Gegner haben leider Wirkung gezeigt: Der Pfalzner Gemeinderat hat sich mit knapper Mehrheit gegen das Projekt ausgesprochen und damit u. a. die Chance vertan, ein Zeichen im Kampf gegen den Klimawandel zu setzen. Dies verwundert umso mehr, als die Gemeinde laut eigenem Klimaplan „bis 2040 (...) klimaneutral sein und geeignete Mittel auf den Weg bringen will, um mit den Folgen der Klimaveränderung gut umzugehen“.
Ebenfalls zu denken geben sollte, dass die Gegner für Fakten hinsichtlich der Anzahl der Holz anliefernden Lastwagen, der Lärmbelästigung sowie der Staub- und Abgasentwicklung des geplanten Fernheizwerkes unempfänglich gewesen sind, obwohl diese auf Erfahrungswerten und auf konkreten Messwerten fußen.
Sicher, über die in der Anfangsphase des Projektes gesetzten Schritte kann man diskutieren. Was letztlich jedoch zählt, ist, dass die Verantwortlichen auf Bedenken reagiert haben und ein genossenschaftlich verwaltetes Fernheizwerk errichten wollten, das den Bürgern von Issing und Kiens zugutegekommen und im Sinne der Umwelt gewesen wäre. Dass man diese Chance vertan hat, ist in Zeiten wie diesen, in denen man immer häufiger die Folgen des Klimawandels zu spüren bekommt, nicht nachvollziehbar.
Ursula Huber, Issing
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